Die GratulantInnen
60 Jahre Deutscher Frauenrat - Wir gratulieren!
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Weitere Informationen zum 60. Jubiläum des Deutschen Frauenrates

- Dr. Angela Merkel, Foto: Bundesregierung/Laurence Chaperon
„Schon 60 Jahre lang begleitet er die deutsche und internationale Politik zur Gleichstellung von Frauen und Männern kreativ und kritisch.“
Der Deutsche Frauenrat ist ein tatkräftiger Vertreter der Interessen der Frauen in Deutschland. Schon 60 Jahre lang begleitet er die deutsche und internationale Politik zur Gleichstellung von Frauen und Männern kreativ und kritisch. Gemeinsam haben wir in Deutschland schon viel erreicht. Daran war auch der Deutsche Frauenrat beteiligt. Wir sind aber noch lange nicht am Ziel. Ich wünsche mir überall in unserem Land eine selbstverständliche Kultur der Gleichstellung, die Frauen und Männern gleiche Chancen in allen Bereichen des Lebens eröffnet. Dazu brauchen wir den Deutschen Frauenrat, dem ich herzlich zu seinem Jubiläum gratuliere.
Dr. Angela Merkel
Bundeskanzlerin

- Dr. Kristina Schröder, Foto: BMFSFJ/Laurence Chaperon
„Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Deutschen Frauenrat."
Mit seinem vehementen Einsatz für ein selbstbestimmtes Leben von Frauen hat der Deutsche Frauenrat „die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern“ auf die politische Agenda gesetzt und „die Beseitigung bestehender Nachteile“ von der Politik eingefordert, lange bevor diese Aufgaben 1994 in das Grundgesetz des wiedervereinigten Deutschland aufgenommen wurden.
Der Deutsche Frauenrat hat den Prozess begleitet, in dem Gleichstellungspolitik für Frauen und Männer zum selbstverständlichen Teil einer modernen Gesellschaftspolitik geworden ist. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Deutschen Frauenrat für faire Chancen von Männern und Frauen in allen Lebensbereichen.
Dr. Kristina Schröder
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

- Dr. Ursula von der Leyen, Foto: BMAS
„Es braucht starke Organisationen wie den Deutschen Frauenrat, die vorausgehen und die Dinge in die Hand nehmen.“
Sie kümmert sich um den Haushalt und die Kinder; er um die Karriere. Sein Gehalt wird verhandelt unter der Annahme, dass er eine Familie ernährt; ihr Gehalt gilt als netter Zuverdienst – diese ungeschriebenen Gesetze sind heute weitgehend aus der Welt geräumt. Aber der Rückblick zeigt auch: Nichts passiert von selbst.
Der Paradigmenwechsel gelingt, wenn Frauen in den Führungspositionen eine kritische Masse erreichen. Heute muss man Frauen in den Aufsichtsräten und Vorständen börsennotierter Konzerne noch immer mit der Lupe suchen. Das muss sich ändern, und zwar schnell.
Hierzu braucht es starke Organisationen wie den Deutschen Frauenrat, die vorausgehen und die Dinge in die Hand nehmen. Lieber Deutscher Frauenrat – herzlichen Glückwunsch zum 60. Geburtstag. Macht weiter so! Macht es anders!
Dr. Ursula von der Leyen
Bundesministerin für Arbeit und Soziales

- Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Foto: Thomas Imo/Photothek
„Sechs Jahrzehnte leidenschaftlicher Einsatz für die minorisierte Mehrheit der Frauen“
Bei seiner Gründung 1951 galt noch das alte BGB. Ehemänner hatten das Letztentscheidungsrecht in einer Ehe, Frauen durften das in die Ehe eingebrachte Vermögen (auch das eigene Einkommen) nicht selbst verwalten, und Ehemänner durften das Dienstverhältnis ihrer Frauen, so eines existierte, fristlos kündigen.
60 Jahre später geht es darum, mehr Frauen in Führungspositionen in Staat und Wirtschaft zu bringen. Die gröbsten Diskriminierungen mögen beseitigt, die ärgsten Ungleichbehandlungen abgeschafft sein, aber die Herausforderung ist dennoch nur scheinbar geschrumpft. Gesetze lassen sich mit Mehrheiten und durch einen Federstrich ändern. Gewachsene Machtverhältnisse sind schwerer umzuwälzen. Es ist gut, den Deutschen Frauenrat an der Seite der Politik zu wissen, wenn es darum geht, die Rechte einer minorisierten Mehrheit durchzusetzen.
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
Bundesministerin der Justiz

- Prof. Dr. Maria Böhmer, Foto: Frauen Union
„Die Frauenbewegung zählt zu den gesellschaftlich prägendsten Kräften des 20. und 21. Jahrhunderts.“
Der Deutsche Frauenrat ist mit über 10 Millionen Mitgliedern DIE Frauenlobby Deutschlands! Mit diesem starken Netzwerk vertreten wir seit 60 Jahren erfolgreich die Interessen und Forderungen von Frauen. Gemeinsam kämpfen wir für Entgeltgleichheit, die bessere Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit, die eigenständige Alterssicherung von Frauen und mehr Frauen in Führungspositionen.
Die Frauenbewegung zählt zu den gesellschaftlich prägendsten Kräften des 20. und 21. Jahrhunderts. Der Deutsche Frauenrat steht für die Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen. Herzlichen Glückwunsch zum 60-jährigen Jubiläum!
Prof. Dr. Maria Böhmer
Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin

- Dorothee Bär
„Auf die Lobby der Frauen ist immer Verlass!“
Der Deutsche Frauenrat gibt Frauen in Deutschland eine Stimme. Er bietet seit Jahren wichtige Beratung und Unterstützung für die Politik in allen frauenpolitischen Belangen. Besonders schätze ich an den Mitgliedern des Deutschen Frauenrates, dass sie stets und überall „ihre Frau stehen“ – gerade bei gesellschaftlich hoch umstrittenen Themen wie Frauenquoten oder Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern.
Auf die Lobby der Frauen ist immer Verlass! Ich wünsche mir, dass wir auch in Zukunft gemeinsam kämpfen und uns für die Rechte der Frauen einsetzen. Denn wir haben in Sachen Gleichstellung zwar viel, aber bei weitem noch nicht alles erreicht. Alles Gute zum Geburtstag!
Dorothee Bär
Mitglied des Deutschen Bundestages, Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
„Gemeinsam geht es besser.“

- Caren Marks, Foto: Florian Jaenicke
Zum runden 60. Geburtstag gratuliere ich dem Deutschen Frauenrat recht herzlich und verbinde dies mit den besten Wünschen für die nächsten mindestens 60 Jahre. Die zahlreichen Fachverbände und -organisationen, die im Deutschen Frauenrat zusammengeschlossen sind, haben mit ihm eine Vertretung, die gute und erfolgreiche Arbeit im Interesse der Frauen in Deutschland leistet.
Als frauenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion wünsche ich Ihnen Frauenpower wie bisher, um sich weiter erfolgreich einzumischen und gleichstellungspolitische Vorhaben nach vorne zu bringen. Bedanken möchte ich mich für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank gilt Ihrer Vorsitzenden Marlies Brouwers und Ihrer langjährigen Geschäftsführerin Henny Engels.
Wir wissen, es müssen noch viele gleichstellungspolitisch „dicke Bretter“ gebohrt werden, wir wissen auch, gemeinsam geht es besser. Deshalb: weiter so!
Caren Marks
Mitglied des Deutschen Bundestages, Sprecherin der SPD-Fraktion für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

- Sibylle Laurischk
„Die Gleichstellung der Geschlechter ist noch lange nicht erreicht.“
60 Jahre Deutscher Frauenrat – das heißt 60 Jahre frauenpolitische Lobbyarbeit. Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit sowie Individualbesteuerung statt Ehegattensplitting sind dabei nur einige Forderungen, mit denen der Deutsche Frauenrat die Rechte der Frauen nachhaltig zu verbessern sucht. Die Gleichstellung der Geschlechter ist noch lange nicht erreicht. Auch in Zukunft brauchen die Frauen eine kompetente Stimme, die ihre Interessen mit Vehemenz vertritt. Themen wie „Frauenquote“, „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, „Entgeltgleichheit“ oder „Altersversorgung von Frauen“ sind wichtige Fragen, zu deren Lösung es einer starken Lobby bedarf.
Sibylle Laurischk
Mitglied des Deutschen Bundestages, Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

- Conelia Möhring, Foto: Die Linke
„Mehr junge Frauen in den Kampf um Gleichstellung und Emanzipation einbeziehen.“
Seit 60 Jahren bildet der Deutsche Frauenrat eine starke und unverzichtbare Lobby für Frauen in der Bundesrepublik. Ob durch fehlende Anerkennung ihrer Arbeitsleistung in Beruf und Familie, 23 Prozent weniger Lohn als männliche Kollegen oder die ungleiche Verteilung von Macht und Einfluss: Frauen werden noch immer diskriminiert und benötigen eine verlässliche und überparteiliche Interessenvertretung.
Mit dem Dank für die bisher geleistete Arbeit des Deutschen Frauenrates verbinde ich die Zuversicht, dass wir auch die nächsten Aufgaben gemeinsam lösen werden: die Einbeziehung von mehr jungen Frauen in den Kampf um Gleichstellung und Emanzipation und die engere Vernetzung auf europäischer Ebene.
Cornelia Möhring
Mitglied des Deutschen Bundestages, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke

- Monika Lazar, Foto:Stefan Kaminski
„60 Jahre und kein bisschen leise“
Runde Geburtstage sind ein schöner Anlass, Bilanz zu ziehen, zurück und nach vorne zu blicken. Der Deutsche Frauenrat hat eine lange Geschichte hinter sich; er hat die Entwicklung der Bundesrepublik begleitet und beeinflusst. Frauen sind unterschiedlich, sie haben sehr verschiedene Interessen. Dachverbände müssen diese vereinen, um Gehör zu finden, keine leichte Aufgabe. Das hat dem Deutschen Frauenrat häufig die Schlagkraft geraubt. Inzwischen hat er eine aktive Rolle eingenommen, sieht sich als Interessenvertretung, als „Lobby der Frauen“. Ich freue mich, dass wir die immer noch aktuellen Themen wie Entgeltgleichheit, Minijobs, Ehegattensplitting jetzt gemeinsam angehen.
Der Deutsche Frauenrat ist eine wichtige Stimme – 60 Jahre und kein bisschen leise. Er kann viel bewegen, wenn die Verbände sich einig sind und ihren Einfluss auf Politik und Gesellschaft im Sinne der Frauen nutzen.
Monika Lazar
Mitglied des Deutschen Bundestages, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

- Ulla Burchardt
„Frauen brauchen eine starke Stimme.“
Wenn es den Deutschen Frauenrat nicht gäbe, man müsste ihn auf der Stelle neu erfinden. Denn echte Gleichstellung gibt es in Deutschland noch immer nicht, trotz aller Appelle.
Ob Lohnunterschiede, Männerdominanz in Spitzenetagen oder Diskriminierung im Alltag: Frauen brauchen eine starke Stimme, die dazu „Nein“ sagt und vor allem, was wie geändert werden kann. Der Deutsche Frauenrat ist eine solche Stimme. Engagierte Frauen haben in 60 Jahren viel erreicht, auch für viele, die leider noch meinen, Fortschritt käme von selbst. Als nächstes Ziel wünsche ich, dass Sie bei der Bundesregierung mit Ihrer Forderung nach einer Quote für Frauen in Führungspositionen endlich Gehör finden.
Ulla Burchardt
Mitglied des Deutschen Bundestages, Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung

- Ingrid Sehrbrock, Foto: DGB/Simone M. Neumann
„Er war, ist und bleibt auf der politischen Bühne unverzichtbar.“
Aus den unterschiedlichsten Perspektiven habe ich ihn in den vergangenen Jahrzehnten kennengelernt und immer wieder festgestellt: Der Deutsche Frauenrat ist die geeignete Plattform, um die Anliegen von Frauen und ihren Interessenvertretungen zu diskutieren, zu formulieren und zu bündeln.
Gerade weil ihre Bedürfnisse und ihre Ansprüche so vielfältig sind, brauchen Frauen in Deutschland ein gemeinsames Sprachrohr und einen kompetenten Unterhändler, wenn es um die Umsetzung und die Durchsetzung gleichstellungspolitischer Forderungen in allen Lebensbereichen geht. In dieser Funktion war, ist und bleibt der Deutsche Frauenrat auf der politischen Bühne unverzichtbar. Herzlichen Glückwünsch!
Ingrid Sehrbrock
Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes

- Brigitte Triems, Foto: Anna Weise
„Er hat wesentlich zum Bewusstseinswandel im Hinblick auf Geschlechtergleichstellung beigetragen.“
Der Deutsche Frauenrat ist Teil meines gesellschaftlichen Lebens und meines Eintretens für gleiche Chancen und Rechte von Frauen und Männern. Er hat seit seiner Gründung wesentlich zum Bewusstseinswandel im Hinblick auf Geschlechtergleichstellung und zur Durchsetzung von Frauenrechten beigetragen.
Zwischen Erreichtem, zwischen gesetzlich fixierten Rechten und den alltäglich gelebten Erfahrungen von Frauen klafft jedoch ein großer Widerspruch. Vieles wurde in den vergangenen Jahrzehnten in der Tat erreicht, die Umwandlung tief verankerter Verhaltensmuster und die Überwindung des immer noch vorherrschenden modifizierten Familienernährermodells aber lassen weiter auf sich warten. Hier liegt ein großes Aufgabenfeld für den Deutschen Frauenrat.
Brigitte Triems
Präsidentin der Europäischen Frauenlobby
„Von Ihrem Sachverstand und Ihrer Power für erfolgreiche Lobbyarbeit brauchen wir mehr.“

- Dörthe Domzig
60 Jahre mutiges Eintreten gegen den Mainstream – für mich ist der Deutsche Frauenrat unverzichtbar als Lobby für den dringend erforderlichen Wandel. Dem ständigen Nebeneinander von Fortschritt, Stagnation und ambivalenten Entwicklungen im politischen Alltag stellen kompetente Akteurinnen im Deutschen Frauenrat ihr beharrliches, qualifiziertes Engagement entgegen, um die Herausforderungen der nötigen Reformen anzugehen. Im nationalen Aktionsbündnis zum Equal Pay Day und der Kampagne gegen Frauenarmut in Deutschland hatte ich das Vergnügen, die Vertreterinnen des Deutschen Frauenrates als gestandene Politikerinnen mit Biss kennenzulernen.
Liebe Frauen, von Ihrem Sachverstand und Ihrer Power für diese erfolgreiche Lobbyarbeit brauchen wir mehr. Ich wünsche Ihnen, dass Ihr Jubiläum noch größeres öffentliches Interesse und mehr Mitglieder bringt. Die BAG zählt weiter auf gute Kooperation und Bündelung dieses Engagements. In diesem Sinne: herzliche Glückwünsche!
Dörthe Domzig
Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros
„Ihre Arbeit ist nicht nur beeindruckend professionell, sondern längst unersetzlich für die deutsche Zivilgesellschaft.“

- Christine Lüders, Foto: ADS
Frauen genießen weltweit mehr Rechte als jemals zuvor, sagt die neu gegründete UN-Behörde UN Women in ihrem ersten Bericht. Dass dies auch für Deutschland gilt, verdanken wir nicht zuletzt dem Engagement des Deutschen Frauenrates.
Seit 60 Jahren verschaffen Sie Frauen politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich Gehör und nehmen Einfluss auf die Gestaltung von Politik und Wirtschaft. Sie sind zu der Frauenlobby avanciert – eine enorm wichtige Rolle. Ihre Arbeit, sehr geehrte Damen, ist nicht nur beeindruckend professionell, sondern längst unersetzlich für die deutsche Zivilgesellschaft.
Der Deutsche Frauenrat bringt gezielt Fraueninteressen in Gesetzgebungsverfahren ein. Dieses Engagement hat sich schon vielfach ausgezahlt: im Ehe- und Familienrecht und in der Ergänzung des Artikel 3 im Grundgesetz zum Beispiel. Außerdem stehen Sie für Empowerment: Sie statten andere Akteurinnen mit relevanten Informationen aus und dienen als Plattform für Vernetzung.
Dennoch bleibt einiges zu tun. Wir brauchen Sie weiter! Dringend. Zu viele Frauen verdienen für die gleiche Arbeit weniger als ihre männlichen Kollegen, sind in Führungspositionen und technischen Berufen weiterhin die Ausnahme. Das sind nur einige der Herausforderungen. Ich freue mich darauf, sie gemeinsam mit Ihnen anzupacken!
Christine Lüders
Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes

- Prof. Dr. Beate Rudolf, Foto: Deutsches Institut für Menschenrechte
„Ein wichtiger Partner für die Verwirklichung der gleichen Menschenrechte aller Frauen“
Der Deutsche Frauenrat ist eine starke Stimme für die Gleichstellung von Frauen in Deutschland. Seine Stärke liegt in seiner Fähigkeit, die verschiedenen Meinungen seiner Mitgliedsverbände zu bündeln und mit Nachdruck zu vertreten. Dies gelingt ihm auch, weil er sich immer stärker auf die UN-Frauenrechtskonvention CEDAW als Grundlage für politische Forderungen bezieht. Für das Deutsche Institut für Menschenrechte ist der Deutsche Frauenrat deshalb ein wichtiger Partner für die Verwirklichung der gleichen Menschenrechte aller Frauen.
Die unterschiedlichen Lebenssituationen von Frauen in ihrer Vielfalt, etwa Migrantinnen, behinderten Frauen, jungen und alten Frauen, Lesben, Transgender und intersexuellen Menschen, in der inhaltlichen Arbeit zu erfassen, in der Mitgliederstruktur abzubilden und sich für ihre tatsächliche Gleichheit einzusetzen, dies wird auch in der Zukunft eine Herausforderung bleiben. Herzliche Glückwünsche zu 60 Jahren erfolgreicher Beharrlichkeit!
Prof. Dr. Beate Rudolf
Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte
„Auch wenn er überparteilich ist, so ist er doch parteilich in Sachen Frauenrechten.“

- Irmingard Schewe-Gerigk
Als der Deutsche Frauenrat gegründet wurde, war ich drei Jahre. Eine starke Mutter zeigte mir: Es gibt nichts, was Frauen nicht können oder dürfen. Doch das war ein Trugschluss. Obwohl viele Frauen während des Krieges ihre Familien ernährten, konnte ihnen der Ehemann die Erwerbstätigkeit verbieten. Auch in der Familie hatte er das Sagen; die Vergewaltigung in der Ehe war als solche nicht strafbar.
Das alles hat sich glücklicherweise geändert. Daran hat der Deutsche Frauenrat einen erheblichen Anteil. Er hat die Politik hartnäckig gefordert, die Gleichberechtigung von Frauen durchzusetzen. Auch wenn er überparteilich ist, so ist er doch parteilich in Sachen Frauenrechte. Nur etwas bissiger könnte er noch werden.
Irmingard Schewe-Gerigk
Vorstandsvorsitzende von Terre des Femmes
„Gemeinsam kämpfen wir dafür, dass Rückschritte oder Stagnation verhindert werden.“

- Dr. Monika Hauser, Foto: medica mondiale
60 Jahre Deutscher Frauenrat – das sind 60 Jahre Durchsetzungskraft, Hartnäckigkeit, Lebendigkeit und konsequenter Einsatz dafür, Frauenrechte und Frauenthemen immer wieder auf die politische Tagesordnung zu bringen. Dazu gehören für mich Meilensteine wie der Schattenbericht zur UN-Resolution 1325 und die Mitbegründung der Europäischen Frauenlobby.
Medica mondiale versteht sich wie der Deutsche Frauenrat als Teil der internationalen Frauenbewegung. Gemeinsam kämpfen wir dafür, dass Rückschritte oder Stagnation seitens der Politik und innerhalb der Gesellschaft verhindert werden und pflegen eine frauenpolitische Struktur. Liebe Frauen, es gibt für uns noch viel zu tun! Alles Gute für die nächsten Jahre und: weiter so!
Dr. Monika Hauser
Gründerin und geschäftsführendes Vorstandsmitglied von medica mondiale

- Peter Amsler
„Der Vogel der Menschheit braucht zwei Flügel, um fliegen zu können.“
60 Jahre Deutscher Frauenrat – und die Bahá’í gratulieren! Heute ist er die frauenpolitische Lobby in diesem Land. Als Dachverband sieht sich der Deutsche Frauenrat in einer Tradition, die bis in das 19. Jahrhundert zurückreicht. So gesehen spiegelt seine Geschichte nicht nur ein reiches Verbandsleben voller Beschlüsse, Aktivitäten und bemerkenswerter Erfolge frauenpolitischer Lobby wider. Dieses mitunter mühevolle Engagement ist vielmehr Ausdruck eines kulturellen Umbruchs der letzten über 100 Jahre, der weitreichender ist, als mancher Mann und manche Frau sich heute immer noch vorstellen will.
Wirklicher Fortschritt in Gesellschaft und Politik ist erst zu erwarten, wenn der Grundsatz der Gleichberechtigung der Geschlechter keine hehre Idee bleibt, sondern im Denken und Handeln aller Menschen, Männer wie Frauen, akzeptiert und praktiziert wird. Der Vogel der Menschheit braucht zwei Flügel, um fliegen zu können, einer allein wäre zwecklos.
Peter Amsler
Bahá’í-Gemeinde Deutschland, Mitglied des Koordinationskreises des Forum Menschenrechte

- PD Dr. Ansgar Klein
„Gäbe es den Deutschen Frauenrat nicht, so müsste frau ihn erfinden.“
Der Deutsche Frauenrat war im Jahr 2002 Gründungsmitglied des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE). Seitdem haben seine Vertreterinnen im BBE keine Mühen gescheut, um das Netzwerk erfolgreich zu sensibilisieren für immer noch bestehende Benachteiligungen von Frauen auch auf den Feldern des bürgerschaftlichen Engagements. So sind Frauen dort noch immer deutlich weniger in Führungsfunktionen, etwa in Vorständen, vertreten. Ihr Engagement ist im sozialen Bereich noch immer deutlicher ausgeprägt als etwa im Umweltbereich oder im politischen Engagement. Und die Belastungen der Familie, die immer noch zu allergrößten Teilen von Frauen getragen werden, erschweren auch eine gute Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Engagement.
Dies alles macht deutlich: Der Deutsche Frauenrat als Lobby der Frauen hat weiterhin sehr viel zu tun. Gäbe es ihn nicht, müsste frau ihn erfinden. Herzliche Glückwünsche zum 60. Geburtstag!
PD Dr. Ansgar Klein
Geschäftsführer des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement

- Jana Schimke
„Der Deutsche Frauenrat ist ein guter Ansprechpartner.“
In den 60 Jahren seines Bestehens hat der Deutsche Frauenrat viel bewegt. Dank des Engagements frauenpolitischer Organisationen und unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung besetzen Frauen heute Schlüsselpositionen in Wirtschaft, Verwaltung und Politik.
Doch jede Zeit birgt ihre Herausforderungen. Einst war es die Durchsetzung der formalrechtlichen Gleichstellung von Frauen und Männern, heute sind es die Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die den Berufs- und Lebensweg vieler Frauen bestimmen. Die Wirtschaft kann und will nicht auf das Potenzial der gut ausgebildeten Frauen verzichten und setzt sich aktiv für die Chancengleichheit am Arbeitsmarkt ein. Der Deutsche Frauenrat ist dabei ein guter Ansprechpartner.
Jana Schimke
Referentin für betriebliche Personalpolitik und Arbeitsmarkt, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände

- Monika Schulz-Strelow
„Ich wünsche dem Deutschen Frauenrat noch mehr öffentliche Wahrnehmung.“
Dank des großen Einsatzes des Deutschen Frauenrates finden die Frauenanliegen Gehör in Parlament und Regierung – die Empfehlungen werden allerdings nicht immer ausreichend befolgt! Eine große Leistung ist auch die Bündelung der unterschiedlichen Interessen der zahlreichen Mitgliedsverbände. Sie erfordert eine hohe Konsensfähigkeit und ausgewogene Kompromissbereitschaft. Für die tragfähigen Ergebnisse hat der Vorstand meine volle Bewunderung.
Ich wünsche dem Deutschen Frauenrat noch mehr öffentliche Wahrnehmung, weiterhin überzeugende Argumente und verlässliche Verbündete, stets das notwendige Quäntchen Glück und gute Nerven für die nächsten 60 Jahre!
Leichter wird es wohl nicht, nur anders!
Monika Schulz-Strelow
Präsidentin von FidAR (Frauen in die Aufsichtsräte)

- Gitti Hentschel, Foto: Stephan Röhl
„Manchmal wünsche ich Ihnen ein bisschen mehr feministische Radikalität.“
Die Reichweite in alle Landesregionen hinein macht den Deutschen Frauenrat auch als Lobbyverband gegenüber Regierung und international besonders bedeutsam. Ohne ihn, seine aktiven und engagierten Frauen(-organisationen) wären in Deutschland Frauenrechte und CEDAW, die UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau, noch größere Papiertiger. Lohndiskriminierung und die Ausgrenzung von Frauen aus der Wirtschaft oder der Sicherheitspolitik wären noch weniger publik.
Gerade zurzeit ist Ihre Stimme und Intervention gefordert: angesichts der reaktionären Frauen- und Familienpolitik der Regierung und einer Ministerin, die Gender Mainstreaming und Frauenpolitik zur Farce gemacht hat, unkritisch Männerförderung betreibt und die Wirtschaft hofiert. Manchmal wünsche ich Ihnen ein bisschen mehr feministische Radikalität, vor allem aber weiterhin viel Erfolg, und ich freue mich auf weiterhin konstruktive Zusammenarbeit.
Gitti Hentschel
Leiterin Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie in der Heinrich-Böll-Stiftung

- Martin Rosowski
„Politisch aktive Frauen und Männer – starke Partner in der Gleichstellungspolitik“
Der Deutsche Frauenrat gehört zu den wichtigsten gesellschaftlichen Akteurinnen im politischen Einsatz für gleiche Rechte und gesellschaftliche Teilhabe von Frauen. Seit 60 Jahren gibt er in beeindruckender Weise den Interessen von Frauen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft eine unüberhörbare Stimme – über alle religiösen, milieubedingten und politischen Unterschiede hinweg.
Das noch junge Bundesforum Männer freut sich über die wachsende Kooperation mit Ihnen im Einsatz für eine moderne und geschlechtergerechte Gleichstellungspolitik. Gemeinsam sind wir herausgefordert, mit unserer jeweils spezifischen Perspektive auf die unterschiedlichen Lebenslagen von Frauen und Männern gleichermaßen zu schauen, Diskriminierungen aufzudecken und die Entwicklung von Menschen in Selbstbestimmung zu fördern.
Martin Rosowski
Vorsitzender des Bundesforums Männer – Interessenverband für Jungen, Männer und Väter

- Renate Rampf, Foto: LSVD/Anna Leopolder
„Sie ist erfreulich modern, jugendlich in ihren Ansichten und Kommunikationsformen.“
Eine Stimme gegen Diskriminierung, für Gleichberechtigung und Respekt. Die Frauenorganisation in Deutschland mit gesellschaftlicher Wirkung und Strahlkraft. Sie ist erfreulich modern, jugendlich in ihren Ansichten und Kommunikationsformen: etwa beim Ja-Wort zu einem gemeinsamen Adoptionsrecht für lesbische und schwule Paare. Oder weil sie Frau-Sein nicht an biologischen Zuschreibungen festmacht. Sie ist die Wegbereiterin des CEDAW-Schattenberichts, nicht zuletzt durch den Entwurf eines klugen Verfahrens, mit dem verschiedenste Stimmen gemeinsam zu substantiellen Aussagen kommen konnten. Dass ihr das als Vereinigung so vieler Frauenorganisationen immer wieder gelingt, ist ein wahres Kunstwerk.
Renate Rampf
Pressesprecherin des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland in Deutschland.

- Cornelia Wenzel, Foto: Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung
„Besonders wertvoll ist er in Bezug auf die Vergangenheit.“
Natürlich ist der Deutsche Frauenrat dafür da, im Hier und Jetzt frauenpolitisch zu wirken und die Weichen für eine geschlechtergerechte Zukunft zu stellen. Nichtsdestotrotz ist er mir besonders wertvoll in Bezug auf die Vergangenheit: Es ist das Anliegen des Archivs der deutschen Frauenbewegung, dafür zu sorgen, dass auch spätere Generationen noch vom segensreichen Wirken heutiger Frauen wissen.
Gemeinsam mit dem Deutschen Frauenrat werben wir deshalb seit Jahren –mit wachsendem Erfolg! – dafür, dass Frauenvereine und -verbände ihre Unterlagen aufbewahren und für die dauerhafte Sicherung in ein Archiv ihrer Wahl geben. Damit die Welt noch länger als 60 Jahre etwas davon hat!
Cornelia Wenzel
Archivreferentin der Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung


