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(Hedwig Dohm, Publizistin und Frauenrechtlerin, 1903)

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Aktionen / Kampagnen

abpfiff- Schluss mit Zwangsprostitution

Logo der Kampagne abpfiff

08.03.2006 - 01.09.2006

Der Deutsche Frauenrat hat anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland die Kampagne „abpfiff – Schluss mit Zwangsprostitution“ initiiert.

Aktuell

180.000 x abpfiff - Schluss mit Zwangsprostitution

Am 16. Januar 2007 haben Brunhilde Raiser, Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, und Magdalena Bogner, Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), sowie weitere Vertreterinnen des Kampagne-Netzwerkes 180.000 Unterschriften an Bundestagsvizepräsidentin Dr. Susanne Kastner übergeben, die sie stellvertretend für das Bundestagspräsidium entgegennahm.
Eine Allianz aus 16 katholischen Frauenverbänden unterstützte die wesentlichen politischen Forderungen Kampagne "abpfiff - Schluss mit Zwangsprostitution" mit 100.000 Unterschriften.

Bundestagsvizepräsidentin Dr. Susanne Kastner zeigte großes Engagement für das Thema. Sie regte an, Menschenhandel und Zwangsprostitution im Rahmen der aktuellen EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands in einer großen gemeinsamen Veranstaltung von Bundestag und NGO auf die Tagesordnung zu setzen.


Rechtzeitig zur Übergabe der Unterschriften präsentiert der Deutsche Frauenrat die vollständige Dokumentation zur Kampagne:

Dokumentation der Kampagne abpfiff

 

abpfiff - Schluss mit Zwangsprostitution
Dokumentation (pdf, 5 MB)

 

 

 

 

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Die positive Bilanz:

Nie zuvor wurde das Thema Menschenhandel zum Zweck sexueller Ausbeutung derart breit in der Öffentlichkeit diskutiert. In einer bundesweiten Unterschriftenaktion sammelten die Akteure und Akteurinnen der Kampagne rund um die Austragungsorte der Spiele rund 78.000 Unterschriften für ihre Forderungen.

Erfreulich sind auch die Aussagen von Innenministerien und Polizeien in Bund und Ländern, dass der erwartete Anstieg von Prostitution und die befürchtete Zunahme von Zwangsprostitution währen der Weltmeisterschaft ausgeblieben und in dieser keine Zunahme von Fällen von Menschenhandel festgestellt worden sei. Vorausgesetzt, dass die Sicherheitskräfte der Länder verantwortungsbewusst und sensibel mit dem Thema umgegangen sind und mit gebotenem personellen Einsatz am richtigen Ort zur richtigen Zeit ihre Kontrollen durchgeführt haben, hat die Kampagne „abpfiff“ und all die anderen bundesweiten und internationalen Aktionen gegen Zwangsprostitution also auch präventiv gewirkt. Darauf sind die Initiatorinnen stolz.

 

Aktuell
Hintergrund
- Schirmherren
Akteure und Akteurinnen
- Lokale Bündnisse <//a>
- Internationale UnterstützerInnen
- Netzwerk
Forderungen
Newsletter
Kampagnenmaterial
Presse
Hintergrund: Menschenhandel
Hintergrund: Zwangsprostitution
Hintergrund

 

 

 


Die Kampagne "abpfiff - Schluss mit Zwangsprostitution" nutzte die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 als Tribüne, um eine breite Öffentlichkeit aus dem In- und Ausland auf das Problem des kriminellen Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung (Zwangsprostitution) aufmerksam zu machen.

Befürchtungen, dass im Zusammenhang mit der WM auch die Zahl der Zwangsprostituierten zunehmen würde, wurden zum ersten Mal im April 2005 in den Medien lanciert. Dadurch wurde auch der Deutsche Frauenrat alarmiert. Im September 2005 wandte sich die Lobby der Frauen per Brief an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit der Bitte, anlässlich der WM eine breit angelegte Kampagne „Männer sind gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution“ zu starten. Die Spieler der deutschen Nationalmannschaft und der Präsident des WM-Organisationskomitees, Franz Beckenbauer wurden gleichzeitig darum gebeten, eine solche Kampagne zu unterstützen und öffentlich deutlich zu machen, dass sie ihren Sport „nicht mit dieser Verletzung der Rechte und der Würde von Frauen verbunden sehen wollen.“ Die Adressaten aber blieben eine Antwort weitgehend schuldig, bzw. wollten diese „leidigen Angelegenheit“ nicht in das Repertoire ihres sozialen Engagements aufnehmen. Also beschloss der Deutsche Frauenrat im November 2005 selbst eine Kampagne zu starten.

Resolution gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution

Brief an die Nationalspieler im Wortlaut (Beispiel Oliver Kahn)

Brief an die WM-Organisatoren im Wortlaut (Beispiel Franz Beckenbauer)

Antworten von Franz Beckenbauer, DFB, Büro Nationalteam

Brief an die OberbürgermeisterInnen der Austragungsorte im Wortlaut
(Beispiel Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit)

Antworten der Städte

 


Schirmherren

Die Schirmherrschaft der Kampagne übernahmen Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin. Gewonnen werden konnte als Schirmherr schließlich auch Dr. Theo Zwanziger, Geschäftsführender Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Finanziell wurde die Kampagne vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) unterstützt.

Klaus Wowereit
Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin

 

 

 

Theo Zwanziger
Dr. Theo Zwanziger, Geschäftsführender Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB)

 

 

 

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Akteure und Akteurinnen

 

Lokale Bündnisse

Eine Vielzahl von lokalen Bündnissen trug die Kampagne an die Austragungsorte der Fußballweltmeisterschaft und in andere Bundesländer. Die AktivistInnen sammelten bei ihren unterschiedlichen Aktionen Unterschriften gegen Zwangsprostitution, organisierten Straßenaktionen, Diskussionsrunden, Ausstellungen und Filmvorführungen.

Internationale UnterstützerInnen

Außerdem fand die Kampagne auch internationale Unterstützung, wie von der Ägyptischen Kampagne End Human Trafficking Now des Suzanne Mubarak Women&apos;s International Peace Movement, dem Staat Argentinien und der Women&apos;s Health Coalition e.V. (WHC).

Netzwerk

Zusammen mit zwölf weiteren Organisationen bildete der Deutsche Frauenrat ein netzwerk aus Akteurinnen und Akteuren. Dazu gehörten:

Logo von amnesty international Amnesty international (ai)

 


Logo der BAG kommunaler Frauenbüros Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG)

 


Logo vom BDK Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK)

 

 

 

Logo des BFF Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe - Frauen gegen Gewalt e.V. (BFF)


Logo vom BSD Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen

 

 


DF Logo Deutscher Frauenrat (DF)

 

 

 

 


Logo vom DGB Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)

 

 

 

Logo des KOK Koordinierungskreis gegen Frauenhandel und Gewalt an Frauen im Migrationsprozess (KOK)

 


Logo von Männer gegen Männergewalt Männer gegen Männergewalt

 

 


Logo der Männerarbeit Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland

 


Logo von Medica Mondialemedica mondiale

 

 


Logo des Ökumenischen Forums Ökumenisches Forum Christlicher Frauen in Europa, Bereich Deutschland e.V.

 

 

 

 

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Forderungen

 

Zusammen mit dem Netzwerk formulierte der Deutsche Frauenrat politische Forderungen. Sie umfassen die Verbesserung der Lage in den Herkunftsländern potenzieller Opfer von Menschenhandel zum Zwecke sexueller Ausbeutung, den Schutz und die Hilfemaßnahmen von Betroffenen in Deutschland sowie die Arbeit der deutschen Behörden. Die Forderungen liegen in sechs Sprachen vor:


deutsch: Politische Forderungen der Kampagne (pdf, 258 KB)

englisch: Urgent Recommendations of the Campaign (pdf, 271 KB)

französisch: Les Revendications de la Campagne (pdf, 484 KB)

spanisch: Reivindicaciones Políticas de la Campaña (pdf, 180 KB)

polnisch: Polityczne Dania Kampanii (pdf, 202 KB)

russisch: Polititscheskije Trebovanija Kampanii (pdf, 228 KB)

 

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Newsletter


Über den Fortgang der Kampagne informierte der Deutsche Frauenrat Aktivistinnen und Aktivisten bundesweit aber auch international über einen Newsletter:

ANPFIFF Nr. 1 - Januar 2006 > Download (pdf, 39 KB)
ANPFIFF Nr. 2 - Februar 2006 > Download (pdf, 55 KB)
ANPFIFF Nr. 3 - Mai 2006 > Download (pdf, 103 KB)
ANPFIFF Nr. 4 - Juni 2006 > Download (pdf, 47)

 

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Kampagnenmaterial


Für die Kampagne stellte der Deutsche Frauenrat eine Reihe von Materialien zur Verfügung., wie Plakatvorlagen, Faltblätter, Trillerpfeifen, Unterschriftenlisten, Druckvorlagen für T-Shirt-Aufdrucke und Unterschriftenlisten in sechs Sprachen.

Broschüre zur Kampagne abpfiff demnächst

Die Broschüre ...

enthält Hintergrundinformationen zu den Themen Zwangsprostitution und Menschenhandel, Argumente für die politischen Forderungen an die deutsche Landes- und Bundespolitik, außerdem Anregungen für vielfältige Aktionsmöglichkeiten im Rahmen der Kampagne.

Broschüre komplett: Download (pdf, 1,17 MB)


Teil 1-2: Grußworte und Vorwort Download (pdf, 313 KB)
Teil 3 : Hintergrundinformationen Download (pdf, 575 KB)
Teil 4-6: Methodische Anregungen Download (pdf, 305 KB)
Teil 7 : Adressen und Infos zu Fachberatungsstellen Download (pdf, 321 KB)

 

 

Frage- und Antwortkatalog

Die Berliner abpfiff-Gruppe hat für ihre AktivistInnen am Infostand einen Frage- und Antwortkatalog zusammengestellt. Diesen möchte sie als Anregung weitergeben.
Download schwarz-weiß (pdf, 54 KB)



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Presse

 

Pressemeldungen:

16.01.2007 180.000 x abpfiff - Schluss mit Zwangsprostitution (PM 01/2007)
12.07.2006Volltreffer (PM 05/2006)
07.06.2006 In Hochform für die WM (PM 04/2006)
17.03.2006 Europäisches Parlament unterstützt Kampagne (PM 03/2006)
07.03.2006 Schändlicher, Menschen verachtender Akt (PM02/2006)
08.02.2006 Regierender Bürgermeister von Berlin wird Schirmherr (PM 01/2006)
08.11.2005 Rote Karte für Zwangsprostitution (PM 12/2005)
28.09.2005 Männer gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution (PM 10/2005)

Pressemappe

16.01.2007 Pressekonferenz zur Übrgabe der Unterschriften
Pressemappe Download (pdf, 1 MB)

07.03.2006 Pressekonferenz zum Anpfiff für die Kampagne "abpfiff - Schluss mit Zwangsprostitution"
Pressemappe Download (pdf, 1,6 MB)

 

Pressefotos

Pressekonferenz am 15.01.2007

Nach Übergabe der Unterschriften Nach der Übergabe der Unterschriften: v.l.n.r.: Brunhilde Raiser, Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, Dr. hc. Susanne Kastner, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, Magdalena Bogner, Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands

Fotonachweis: Deutscher Frauenrat
Download als Printversion (jpg, 2 MB)

 

Übergabe der UnterschriftenÜbergabe: Dr. hc. Susanne Kastner, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages (li.) nimmt die 180..000 Unterschriften von der Vorsitzenden des Deutschen Frauenrates, Brunhilde Raiser, entgegen

Fotonachweis: Deutscher Frauenrat
Download als Printversion (jpg, 3 MB)

 

Bundestagsvizepräsidentin Dr. hc. Susanne Kastner (li.) und Brunhilde Raiser, Vorsitzende des Deutschen Frauenrates

Fotonachweis: Deutscher Frauenrat
Download als Printerversion
(jpg, 1 MB)

 

Die Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, Brunhilde Raiser (re.) mit Bundestagsvizepräsidentin Dr. hc. Susanne Kastner

Fotonachweis: Deutscher Frauenrat
Download als Printversion (jpg, 2 MB)

 

 

 

 

Pressepiegel

Ein ausführlicher Pressespiegel kann per Mail angefordert werden bei:

Ulrike Helwerth,
Pressereferentin des Deutschen Frauenrates
u.helwerth@frauenrat.de



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Hintergrund

Menschenhandel …

Menschenhandel ist ein schweres Verbrechen, dem weltweit jährlich ca. 2,4 Millionen Frauen, Männer und Kinder zum Opfer fallen. Dies schätzt die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in der jüngst veröffentlichten Studie „Eine globale Allianz gegen Zwangsarbeit“. Menschenhandel ist weltweit ein lukratives Geschäft. Die dabei erzielten Profite werden auf 32 Milliarden US-Dollar beziffert. Er macht einen bedeutenden Anteil des Organisierten Verbrechens aus und geht meist einher mit anderen schweren Straftaten.

Neues Gesetz seit 2005
In Deutschland ist Menschenhandel als Straftatbestand den Straftaten gegen die persönliche Freiheit zugeordnet. Die strafrechtliche Definition von Menschenhandel wurde gemäß internationalen Vorgaben neu und umfassender als bisher geregelt. Das Gesetz trat am 19. Februar 2005 in Kraft. § 232 StGB definiert den „Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung“, § 233 STGB den „Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft“.
Menschenhandel wird als Grundtatbestand mit Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft, als Qualifikationstatbestand (unter anderem bei Kindern, schwerer körperlicher Misshandlung, gewerbs- oder bandenmäßigen Taten, bei Gewalt oder Drohung mit einem empfindlichen Übel oder List) mit Freiheitsstrafen von einem bis zu zehn Jahren bestraft.
Wegen der Strafbarkeit von Menschenhandel ist es originäre Aufgabe der Strafverfolgungsbehörden (insbesondere der Polizei und Staatsanwaltschaft), Straftaten im Bereich Menschenhandel zu ermitteln und die Täter anzuklagen. Es gilt das so genannte Legalitätsprinzip.


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… zum Zweck der sexuellen Ausbeutung

„Eine Marokkanerin, die mit dem Versprechen einer Ausbildung in Deutschland mit falschen Papieren zu einer Familie in Deutschland gebracht wurde, hatte dort im Haushalt zu arbeiten unter der Androhung, sie andernfalls bei der Ausländerpolizei anzuzeigen. Als sie sich der Forderung nach Sexarbeit verweigerte, wurde sie angezeigt, gegenüber ihrer Familie als Prostituierte diffamiert und kam in Abschiebehaft.“

Dieses Fallbeispiel wird in der oben genannten ILO-Studie geschildert. Frauenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung (Zwangsprostitution) ist die lukrativste Form des Menschenhandels. Die Studie schätzt zum Beispiel, dass eine Zwangsarbeiterin durch sexuelle Ausbeutung in den Industrieländern einen Gewinn von durchschnittlich 67.200 US-Dollar erwirtschaftet.

Im Jahr 2005 wurden in Deutschland 317 Ermittlungsverfahren wegen Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung geführt. Die Anzahl der festgestellten Opfer betrug 642 (Bundeslagebild Menschenhandel 2005 des Bundeskriminalamtes). Doch alle mit Menschenhandel befassten ExpertInnen sind sich einig, dass die Dunkelziffer um ein vielfaches höher liegen muss.
So schätzte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bereits 2001, dass circa 200.000 Menschen, vor allem Frauen und Mädchen, jährlich nach Westeuropa geschleust und verkauft werden. Die EU geht von rund 140.000 in die EU gehandelten Frauen pro Jahr aus. Andere Organisationen und Gruppen schätzen die Anzahl noch deutlich höher. Es gibt keine gesicherten Zahlen, keine seriöse Dunkelfeldforschung. Unbestritten ist: Frauenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung ist ein riesiger krimineller Markt. Auch in Deutschland.

Fließende Grenzen zwischen legal und illegal
Dabei sind die Grenzen zwischen illegaler Prostitution und Zwangsprostitution fließend. Viele Frauen vor allem aus mittel- und osteuropäischen Ländern (MOE) arbeiten hier illegal in der Prostitution. Sie sind für eine begrenzte Zeit nach Deutschland gekommen, in der Hoffnung, schnell und viel Geld zu verdienen, um bald wieder zurückzukehren. Manche haben schon im Herkunftsland als Prostituierte gearbeitet, andere nicht.
Einige der Frauen werden unter falschen Versprechungen in ihrem Herkunftsland angeworben, ihnen wird ein gut bezahlter Job, zum Beispiel als Kellnerin in Aussicht gestellt. Sie werden bewusst getäuscht und ihnen wird verschwiegen, dass sie in der Prostitution arbeiten sollen. Dazu werden sie jedoch in Deutschland dann mit verschiedenen Mitteln gezwungen Gesetzlich gilt diese Form des Frauenhandels in die Prostitution als Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung.

Falsche Versprechen
Eine andere Gruppe von Frauen, die direkt für die Prostitution im Zielland angeworben werden, wird mit falschen Versprechungen zu Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten getäuscht. Ein großer Teil des Verdienstes muss an die HändlerInnen abgeführt werden. Meist wird bei der Anwerbung eine so genannte Vermittlungssumme von den/der HändlerIn veranschlagt, die angeblich schnell erwirtschaftet werden könne. Auch diese Form des Frauenhandels in die Prostitution ist gesetzlich als Menschenhandel zum Zwecke sexueller Ausbeutung erfasst. Betont sei an der Stelle noch einmal, dass immer das Moment des Zwangs und der Täuschung hinzukommen muss. Zwang kann auch Schuldknechtschaft bedeuten, das heißt, solange die Schulden für die „Vermittlungâ€? nicht abbezahlt sind, wird die Frau selbst oder ihre Familie zu Hause massiv bedroht.

Gesellschaftliche Tabuisierung erhöht den Druck
Die meisten Frauen sind gezwungen, ein Doppelleben zu führen, d.h. die Familie weiß über ihre hiesige Tätigkeit nicht Bescheid. Die gesellschaftliche Tabuisierung findet somit ihre Entsprechung auch innerhalb der Familie. Ein großer Teil der Frauen ist weder über die ausländerrechtlichen Konsequenzen ihrer Handlungen informiert, noch über die harten Arbeits- und Lebensbedingungen. Oft sind die Etablissements heruntergekommen, die Arbeitsbedingungen gesundheitsschädigend. Viele Frauen arbeiten isoliert von der Außenwelt und können ihren Arbeitsplatz nur sehr selten verlassen. Hohe Kosten für die Zimmermiete, die RechtsanwältInnen, die HändlerInnen etc. verhindern den erhofften Verdienst. Ihre Rechtlosigkeit verbunden mit fehlenden Informationen und Sprachkenntnissen begünstigt die Ausbeutung. Illegalisiert hier zu arbeiten, heißt unter hohem Druck zu stehen, in ständiger Angst vor einer Polizeikontrolle bzw. Razzia.


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Pressekonferenz Abpfiff 7.3.2006


Pressekonferenz Abpfiff 7.3.2006

v. lks. Henny Engels, Uta Ladwig, Konrad Freitag, Brunhilde Raiser, Ulrike Helwerth


Pressekonferenz Abpfiff 7.3.2006

Blick vom Podium in den Saal


Pressekonferenz Abpfiff 7.3.2006

Podium auf der Presskonferenz &apos;abpfiff&apos; am 8. März 2006


Pressekonferenz Abpfiff 7.3.2006

v. lks. Konrad Freitag, Brunhilde Raiser, Ulrike Helwerth, Theo Zwanziger


Pressekonferenz Abpfiff 7.3.2006

v. lks. Brunhilde Raiser, Ulrike Helwerth, Theo Zwanziger


Pressekonferenz Abpfiff 7.3.2006

Podium auf der Presskonferenz &apos;abpfiff&apos; am 8. März 2006


Pressekonferenz Abpfiff 7.3.2006

v. lks. Theo Zwanziger, Barabara Lochbihler, Heike Rudat


Pressekonferenz Abpfiff 7.3.2006

Heike Rudat, rechts


Pressekonferenz Abpfiff 7.3.2006

Uta Ludwig auf der Presskonferenz &apos;abpfiff&apos; am 8. März 2006


Abpfiff - Übergabe der Unterschriften

Die Übergabe: Dr. Susanne Kastner (li.) und Brunhilde Raiser


Abpfiff - Übergabe der Unterschriften

Heiterer Auftakt


Abpfiff - Übergabe der Unterschriften

Diskussion


Abpfiff - Übergabe der Unterschriften

V.l.n.r.: Brunhilde Raiser, Dr. Susanne Kastner und Magdalena Bogner, Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands


Abpfiff - Übergabe der Unterschriften

Kistenweise Unterschriften


Abpfiff - Übergabe der Unterschriften

V.l.n.r.: Karolina Leppert, Vorsitzende des Bundes Sexueller Dienstleistungen, Eva Schneider-Borgmann, Vorstandsmitglied des Deutschen Frauenrates. Annette Verheyen, persönliche Referentin von Dr. Susanne Kastner


Abpfiff - Übergabe der Unterschriften

V.l.n.r.: Naile Tanis, Geschäftsführerin des KOK, Henny Engels, Geschäftsführerin des DF, Margret de Haan, Pressereferentin der kfd


Abpfiff - Übergabe der Unterschriften

Übergabe der beim DF eingegangenen Unterschriften


Abpfiff - Übergabe der Unterschriften

Übergabe der von den katholischen Frauenverbänden gesammelten Unterschriften


 

Erstellt am: Dienstag 09. Mai 2006

Thema: Menschenrechte, Migration





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