Beschlüsse
Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse für Mädchen und Frauen
Der Deutsche Frauenrat fordert den Deutschen Bundestag, die Bundesregierung, die Landtage und die zuständigen Ministerinnen und Minister in den Ländern auf, Projekte der Selbstbehauptung und Selbstverteidigung von Frauen und Mädchen zu fördern – insbesondere auch für Mädchen und. Frauen mit Behinderung, mit Zuwanderungsgeschichte und für ältere Frauen. Sportverbände und Sportvereine, die entsprechende geschlechterspezifische Angebote anbieten, leisten wichtige Präventionsarbeit gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch. Eine abgestimmte Förderung sollte dazu beitragen, dass künftig entsprechende Angebote möglichst flächendeckend in den Vereinen und Verbänden angeboten werden können und Frauen und Mädchen gestärkt werden. Unerlässlich dafür ist eine umfassende Qualifizierung von Multiplikator/innen sowie eine begleitende präventive und aufklärende Öffentlichkeits- und Beratungsarbeit. Die Vernetzung und Zusammenarbeit mit Projekten und Initiativen, die sich bereits geschlechtergerecht mit Präventionsprojekten gegen jegliche Gewalt – so u. a. sexuelle und häusliche Gewalt – befassen, soll angeregt und gefördert werden. Beispielhaft ist hier eine Initiative des Deutschen Olympischen Sportbund, der seit 2008 in Kooperation mit den Kampfsportverbänden, Fraueninitiativen und dem Weißen Ring eine solche bundesweite vernetzte Aktion „ Gewalt gegen Frauen – nicht mit uns“ ins Leben gerufen hat, die ausgebaut und gefördert werden sollte.
Beschluss vom 12.11.2011
Erstellt am: Mittwoch 16. November 2011
Thema: Behindertenpolitik


