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Beschlüsse

Keine Einführung des Betreuungsgeldes

Der Deutsche Frauenrat fordert die Bundesregierung auf, die Pläne zur Einführung eines Betreuungsgelds nicht weiter zu verfolgen. Der Deutsche Frauenrat tritt für die eigenständige Existenzsicherung von Frauen ein. Diese wird immer wichtiger, da auch durch die Änderungen des Unterhaltsrechts die Eigenverantwortlichkeit für Ehepartner nach der Scheidung vom Gesetzgeber zügig eingefordert wird. Das Betreuungsgeld wirkt einer eigenständigen Existenzsicherung entgegen, weil es klare Anreize schafft, familienbedingte Auszeiten aus dem Beruf zu verlängern. Diese Berufsunterbrechungen werden nach wie vor fast ausschließlich von Frauen gemacht und führen schon heute zu Karriere- und Einkommens-verlusten, die im weiteren Lebensverlauf nicht mehr rückgängig gemacht werden. (Siehe auch Gleichstellungsbericht der Bundesregierung 2011). Je länger der familienbedingte Ausstieg aus dem Berufsleben dauert, desto schwieriger ist ein Wiedereinstieg und desto höher sind die Einbußen beim Einkommen aber auch in der sozialen Ab-sicherung. Die Folgen sind oft prekäre Lebenslagen und ein erhöhtes Armutsrisiko – vor allem im Alter. Auch aus kinderpolitischer Sicht ist das Betreuungsgeld entschieden abzulehnen, da zu befürchten ist, dass gerade die Kinder aus der frühkindlichen Bildung herausfallen, die am meisten Unterstützung und Förderung benötigen. Der Deutsche Frauenrat fordert die Bundesregierung auf, die Gelder, die für das Betreuungsgeld notwendig wären, in den qualitativen und quantitativen Ausbau von Kindertagesstätten und frühkindliche Bildung zu investieren.

Beschluss vom 12.11.2011


 

Erstellt am: Mittwoch 16. November 2011

Thema: Gleichstellungspolitik,





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