Beschlüsse
Gestaltungsanforderungen an haushaltsnahe Dienstleistungen diskutieren
Der Deutsche Frauenrat befördert die Debatte um die Qualität haushaltsnaher und personenbezogener Dienstleistungen und um die Qualität der Arbeit der im Haushalt Beschäftigten mit dem Ziel, praxistaugliche Regulierungen für Beschäftigte und Haushalte zu diskutieren und sich zu positionieren.
Dabei sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:
- Aus Sicht der Haushalte stellt sich die zentrale Frage, ob und wie bezahlbare haushaltsnahe Dienstleistungen bedarfsnah, unbürokratisch und legal in Anspruch genommen werden können.
- Aus Sicht der Beschäftigten besteht der Anspruch, dass auch Beschäftigte im Haushalt ein Recht auf gute und existenzsichernde Arbeit, auf Tariflöhne und Arbeitsschutz haben. Dabei sind die gegenwärtig geltenden Tarifverträge, sowohl die für den Privathaushalt als auch für Dienstleistungsagenturen, deren Einsatzort der private Haushalt ist, zu beachten.
- Aus Sicht der sozialen Sicherung ist ein Ziel, Beschäftigten im Haushalt eine versicherte Tätigkeit zu ermöglichen und vorhandene nicht angemeldete Beschäftigungsverhältnisse (derzeit ca. 3,75 Mio.) zu legalisieren.
- Grundsätzlich muss gelten: Auch Haushalte sind Arbeitgeber, sie haben Rechte und Pflichten.
- Der steigende Bedarf an Dienstleistungsangeboten auch aufgrund steigender Erwerbstätigkeit von Frauen bedarf guter Angebote, die mit der Schaffung sozialversicherungspflichtiger Arbeit einhergehen müssen.
Beschluss vm 12.11.2011
Erstellt am: Mittwoch 16. November 2011
Thema: Arbeitsmarktpolitik, Wirtschaftspolitik,


