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EU-Kommission beschließt Fünfjahresplan zur Chancengleichheit
Viviane Reding, EU-Kommissarin für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft, schließt entgegen früherer Überzeugung eine Frauenquote für Führungspositionen in der Wirtschaft nicht länger aus. Mit ihrer am 21. September beschlossenen Fünjahresstrategie will die Kommission der Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern auf die Sprünge helfen.
Zwar sei sie bisher keine Befürworterin von solchen Frauenquoten gewesen, erklärte Reding. Doch "in Anbetracht des Stillstands in diesem Bereich sollten wir Initiativen auf europäischer Ebene nicht länger ausschließen". Die Vize-Kommissionspräsidentin will sich im Frühjahr 2011 mit den Vorständen der größten börsennotierten europäischen Unternehmen an einen Tisch setzen und das Engagement der Wirtschaft in Sachen Frauenförderung ausloten. "Vom Ergebnis dieses Dialog wird es abhängen, ob sich 2012 weitere Initiativen als erforderlich erweisen", so Reding.
Mit ihrer Fünfjahresstrategie für mehr Chancengleichheit von Frauen und Männern in Europa will die Kommission dazu beitragen, das Potenzial der Frauen besser für die wirtschaftlichen und sozialen Ziele der EU zu nutzen. Auf der Grundlage der
Charta für Frauen hat sie in dieser Strategie gezielte Maßnahmen erarbeitet, die von der Stärkung des Frauenanteils in den Leitungsgremien von Unternehmen bis zur Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen reichen.
Weitere Informationen:
Strategie für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2010-2015
(PDF/64 KB)
Erstellt am: Dienstag 21. September 2010
Thema: EU, Europa, Führungspositionen,



