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Frauen und Karriere: Schavan setzt auf funktionierende Teamstrukturen
Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) glaubt nicht daran, dass eine Quotenregelung den Anteil von Führungsfrauen in kleinen und mittleren Unternehmen erhöhen kann. Erfolgversprechender sei hierfür vielmehr die Unternehmenskultur.
"Funktionierende Teamstrukturen sind ein Schlüssel für erfolgreiche Frauenkarrieren: Frauen in Führungspositionen sind gute Teamworkerinnen und sie werden von guten Teams gefördert", sagte die Ministerin am 18. November in Berlin. Demzufolge sei die Unternehmenskultur, die vor allem von Personen in exponierter Stellung geprägt werde, in kleinen und mittleren Unternehmen wichtiger für die Aufstiegsmöglichkeiten von Frauen als entsprechende Personalstrategien.
Schavan peilt Frauenanteil von mindestens 20 Prozent an
Vor allem in den Spitzen von Unternehmen fehle es noch zu oft an weiblichen Talenten, kritisierte Schavan. Damit sich hier etwas Grundlegendes ändere, befürwortet die CDU-Politikerin in den Führungsetagen einen Frauenanteil von mindestens 20 Prozent. „Nur so können Unternehmen in der globalisierten Wirtschaft wettbewerbsfähig bleiben."
Obschon sich die Karrierechancen von Frauen verbessert hätten, blieben sie nach wie vor in den Toppositionen unterrepräsentiert. In Unternehmen der Privatwirtschaft sei die erste Führungsebene nur zu einem Viertel mit Frauen besetzt, auf der zweiten Ebene sei jede Dritte Führungskraft weiblich, so Schavan. Dagegen belegten mehrere Studien, dass sich ein hoher Anteil von Frauen in der Geschäftsleitung positiv auf die Unternehmensleistung auswirke.
Erstellt am: Dienstag 23. November 2010
Thema: Partizipation, Karriere, Quote, Führungspositionen,



