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Für ein gerechtes Gesundheitswesen
Gegen die Einführung einer sogenannten Kopfpauschale im Gesundheitswesen hat sich ein breites gesellschaftliches Aktionsbündnis gebildet. Die DGB-Initiative "Köpfe gegen Kopfpauschale" wird vom Deutschen Frauenrat unterstützt.
Der Aufruf
Köpfe gegen Kopfpauschale
Unser Gesundheitswesen ist eines der besten der Welt. Die solidarische Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sichert eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe Versorgung für alle Versicherten – unabhängig vom Einkommen. Das soll auch in Zukunft so bleiben.
Das Gesundheitssystem braucht Reformen. Für mehr soziale Gerechtigkeit und den nachhaltigen Erhalt der Versorgungsqualität für Alle muss die solidarische Finanzierung ausgebaut werden. Akute und chronische Finanzierungsprobleme der Gesetzlichen Krankenversicherung müssen solidarisch gelöst und einseitige Belastungen der Versicherten vermieden werden.

Ilona Helena Eisner
Vorstandsmitglied des Deutschen Frauenrates
Köpfe gegen die Kopfpauschale wenden sich gegen einen Systemwechsel.
Die Einführung einkommensunabhängiger Pauschalen und das Einfrieren der Arbeitgeberbeiträge sind ungerecht und führen zu einer Verschärfung der Finanzierungsprobleme.
Die Kopfpauschale bedeutet:
- Wenn die Beiträge der Arbeitgeber eingefroren werden, müssten die Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung alle Kostensteigerungen oder Defizite in Folge von Wirtschaftskrisen allein tragen.
- Eine Verkäuferin oder ein Rentner müsste die gleiche Pauschale zahlen wie ein gut verdienender Abteilungsleiter.
- Geringverdiener würden massiv belastet. Nach heutigem Stand entspricht die Kopfpauschale bei einem Monatseinkommen von 1.000 Euro einer Beitragserhöhung von 84%.
- Wer die Kopfpauschale nicht bezahlen kann, wird als Bittsteller abhängig von staatlichen Zuschüssen. Kosten: mindestens 22 Mrd. Euro.
- Geringverdienern sowie Rentnerinnen und Rentnern droht eine Bedürftigkeitsprüfung und eine politische Stigmatisierung wie bei Hartz IV.
- Die Kopfpauschale würde der GKV viel Geld entziehen. Zusätzliche Steuerzuschüsse sind nicht in Sicht, weil die öffentlichen Kassen leer sind. Die medizinische Versorgung wäre in Gefahr, eine weitere Privatisierung von Gesundheitsleistungen droht.
Köpfe sagen: STOPPAUSCHALE. Keine Kopfpauschale – weder Groß noch Klein. Köpfe gegen Kopfpauschale wollen ein Zeichen setzen: Für den Erhalt und die Weiterentwicklung der solidarischen Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung – und gegen die Kopfpauschale.
Aktionsbündnis Köpfe gegen Kopfpauschale
Für mehr Solidarität im Gesundheitswesen
Jetzt mitmachen!
www.stoppauschale.de
Erstellt am: Montag 26. April 2010
Thema: Gesundheitswesen, Demokratie



