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In der Theorie sind die Genossinnen schon gleichberechtigt, in der Praxis aber hängt der Philisterzopf den männlichen Genossen noch ebenso im Nacken wie dem ersten besten Spießbürger.

(Clara Zetkin, deutsche Sozialistin, Kommunistin, Frauenrechtlerin (1857-1933))

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Für gleichen Lohn drei Monate länger arbeiten

Aktionstag für Entgeltgleichheit

Foto: Logo des Equal Pay Day

Der dritte Equal Pay Day in Deutschland wird am 26. März 2010 stattfinden. Dies hat jetzt das gleichnamige Aktionsbündnis angekündigt. Dieser Tag markiert den Zeitraum, den Frauen in Deutschland über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssen, um auf das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom 12. November verdienten Frauen in Deutschland 2008 mit durchschnittlich 14,51 Euro pro Stunde 4,39 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen. Der Gender Pay Gap, also der prozentuale Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern, blieb damit wie bereits in den Vorjahren konstant bei 23 Prozent. Im europäischen Vergleich rangiert Deutschland sogar an siebtletzter Stelle.

Das Aktionsbündnis will deshalb auch im kommenden Jahr die Debatte über Ursachen und Folgen von geschlechtsspezifischen Entgeltunterschieden mit einem Aktionstag flankieren. Verstärkt will das Bündnis an diesem Tag über unterschiedliche Karriere- und Verdienstchancen in einzelnen Berufen und Branchen aufklären und einen zügigen, flächendeckenden Ausbau von Kindertageseinrichtungen in Deutschland einfordern.

Die bundesweite Offensive zum Thema „Equal Pay“ will allerdings auch über den jährlichen Aktionstag hinaus den konstruktiven Dialog zum Thema Entgeltgleichheit anstoßen. Mit seinen Forderungen richtet es sich gleichermaßen an alle AkteurInnen der Wirtschaft, an Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, an Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sowie an die breite Öffentlichkeit.

Dem Aktionsbündnis zum Equal Pay Day gehören an: die Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), das Frauennetzwerk Business and Professional Women (BPW) Germany, der Deutsche Frauenrat (DF) sowie der Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU).

Bundesweit wird es wieder zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen zum Thema Entgeltungleichheit zwischen Männern und Frauen geben. Entsprechende Informationen finden Sie unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.equalpayday.de

Öffnet externen Link in neuem FensterGeschlechtsspezifisches Verdienstgefälle, ohne Anpassungen auf der Website von Eurostat, dem statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften mit Sitz in Luxemburg



AutorIn: Nathalie Sopacua

Erstellt am: Sonntag 06. Dezember 2009

Thema: Entgeltgleichheit,





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