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Klarer Wählerinnenbonus für die CDU

Bundestag Foto: Bernardo Peters-Velasquez/www.pixelio.de

Den größten Anteil der Frauenstimmen hat bei der letzten Bundestagswahl 2009 die CDU errungen. Der repräsentativen Wahlstatistik zur Wahl des 17. Deutschen Bundestages zufolge setzten am 27. September vergangenen Jahres insgesamt 29,6 Prozent der Wählerinnen ihr Kreuz vor die Partei von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Nach der jetzt veröffentlichten Statistik legte die CDU im Vergleich zur Bundestagswahl 2005 um insgesamt 1,6 Prozentpunkte bei den Zweitstimmen der Wählerinnen zu. Demgegenüber verlor die SPD bei ihren Wählerinnen massiv an Zustimmung: Während 2005 noch 35,5 Prozent der Frauen für die Sozialdemokratische Partei Deutschlands gestimmt hatten, waren es vier Jahre später nur noch 23,1 Prozent.

Kräftig an Stimmen bei den Wählerinnen hinzu gewinnen konnte auch der Koalitionspartner der Union. Gaben 2005 nur 9 Prozent der Frauen der FDP ihre Stimme, waren es bei der letzten Bundestagwahl 13,1 Prozent - ein Zuwachs um insgesamt 4,1 Prozentpunkte.

Ebenso scheinen die kleinen Parteien DIE LINKE und GRÜNE vom Wählerinnenschwund der SPD profitiert zu haben. Im Vergleich zur Wahl 2005 gaben bei der jüngsten Bundestagswahl insgesamt 3 Prozent mehr Frauen der Partei DIE LINKE ihre Zweitstimme (10,6 Prozent), GRÜNE erhielten insgesamt 12 Prozent der weiblichen Zweitstimmen und damit 3,2 Prozent mehr als 2005.

Die CSU ist neben der SPD wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau die einzige Partei, die insgesamt bei den Wählerinnen an Zweitstimmen einbüßen musste: Hatten 2005 noch 7,5 Prozent der Frauen den Christsozialen ihre Zweitstimme gegeben, waren es 2009 nur noch 6,8 Prozent.

SPD verliert mehr als die Hälfte ihrer Jungwählerinnen
Abgestraft wurde die SPD vor allem in der Gruppe der Jungwählerinnen im Alter von 18 bis 25 Jahren. Die Partei mit ihrem damaligen Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier verlor 2009 im Vergleich zur Wahl 2005 insgesamt 20 Prozent an Zweitstimmen (2005: 38,5 Prozent). Im Wahlkampf von den SozialdemokratInnen ebenso wenig angesprochen gefühlt hat sich offenbar die Altersgruppe der 25- bis 35-jährigen Wählerinnen. Auch sie verpassten der SPD einen Denkzettel, indem nur noch fast die Hälfte der SPD-Wählerinnen aus 2005 ihnen die Zweitstimme gab (2005: 34,7 Prozent; 2009: 17,8).
Bei den 35- bis 45-jährigen Wählerinnen ebenso wie bei den 45- bis 60-jährigen Frauen musste die SPD bei den Zweitstimmen Federn lassen. Auch bei den über 60-jährigen Frauen, die bei der Wahl 2009 mit 36,8 Prozent den größten Anteil an allen Wählerinnen ausmachten, erlitt die SPD Stimmenverluste - wenn auch hier auf weniger hohem Niveau als bei den übrigen Altersgruppen.

CDU fast durchgängig bei Frauen im Aufwind
Während die SPD über alle Altersgruppen hinweg bei den Wählerinnen an Stimmen einbüßte, hat die CDU fast in allen Altersgruppen an weiblicher Zustimmung qua Zweitstimme gewonnen: In der Gruppe der 18- bis 25-Jährigen legte die Partei Angela Merkels im Vergleich zur Wahl 2005 um 2,5 Prozent auf 22,7 Prozent zu, bei den 25- bis 35-jährigen Wählerinnen um 3,1 auf 25,9 Prozent, bei den 35- bis 45-jährigen Frauen um 2,4 auf 26,1 Prozent, schließlich bei den über 60-Jährigen um 1,7 auf 36,9 Prozent.
Allein bei der Altersgruppe der 45- bis 60-jährigen Frauen - mit 27,9 Prozent die zweitgrößte Wählerinnengruppe insgesamt - musste die C-Partei geringe Verluste um 0,6 auf 25,6 Prozent hinnehmen.

Von allen kleinen Parteien am kräftigsten zulegen konnten bei den Jungwählerinnen zwischen 18 und 25 Jahren die Partei GRÜNE: Sie konnte in dieser kleinsten Wählerinnengruppe (Anteil an allen Wählerinnen 7,6 Prozent) bei der Wahl 2009 insgesamt 7,2 Prozent mehr an Zweitstimmen (2009: 18,9 Prozent) als 2005 auf sich vereinen.

Über 60-jährige Frauen blieben den Volksparteien weitgehend treu
Bei den 25- bis 35-jährigen Wählerinnen legte allen voran die FDP bei den kleinen Parteien zu: Hatten 2005 noch 11,5 Prozent dieser Wählerinnengruppe den Liberalen ihre Zweitstimme gegeben, waren es 2009 insgesamt 16,1 Prozent. Bei den 35- bis 45-jährigen Wählerinnen haben vor allem GRÜNE profitiert: Sie legten hier im Vergleich zur Wahl 2005 um 4,1 auf 17 Prozent zu.
Die Gruppe der 45- bis 60-jährigen Frauen wählten verstärkt FDP: Die Liberalen konnten in dieser Gruppe 4,8 Prozent an Zweitstimmen (2009: 13,5 Prozent) hinzu gewinnen.

Auf deutlich niedrigerem Niveau haben die kleinen Parteien von der größten Wählerinnengruppe, der über 60-jährigen Frauen, profitiert: Im Vergleich zur Wahl 2005 gaben von ihnen 3,1 Prozent mehr (11,3 Prozent) ihre Zweitstimme der FDP, 2,4 Prozent mehr (8,6 Prozent) der Partei Die Linke und 1 Prozent mehr (5,4 Prozent) den GRÜNEN. In allen Altersgruppen abgestraft wurde die CSU.

Weitere Informationen:
„Wahlbeteiligung und Stimmabgabe der Männer und Frauen nach Altersgruppen“ in der Reihe der Veröffentlichungen des Bundeswahlleiters zur Bundestagswahl 2009 enthalten. Das Heft kann kostenlos heruntergeladen werdenunter: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_09/veroeffentlichungen/heft4.pdf .


AutorIn: Nathalie Sopacua

Erstellt am: Dienstag 09. Februar 2010

Thema: Bundestagswahl, Bundestag,





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