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Lohnschere zwischen den Geschlechtern bleibt unverändert

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Foto: Carsten Fröhlich/www.pixelio.de

Noch immer beträgt der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern in Deutschland rund 23 Prozent. Damit bleibt Deutschland innerhalb der Europäischen Union in Sachen Gender Pay Gap eines der Schlusslichter.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März mitteilte, lag der prozentuale Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern auch im Jahr 2008 deutlich über dem Mittel der Europäischen Union (18,0%).

In Westdeutschland leichter Anstieg beim Gender Pay Gap 
Nach Mitteilung von Destatis verdienten Frauen in Deutschland 2008 mit durchschnittlich 14,51 Euro pro Stunde 4,39 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen. Damit blieb der Gender Pay Gap wie bereits in den Vorjahren unverändert bei 23 Prozent.
Leichte Veränderungen lassen sich allerdings in Ost- und Westdeutschland feststellen: Während der Gender Pay Gap im früheren Bundesgebiet von 24 auf 25 Prozent stieg, sank er in den neuen Bundesländern von 6 auf 5 Prozent.
 
Von den 27 Ländern der Europäischen Union wiesen laut Destatis lediglich Estland (letzter Wert für 2007: 30,3%), die Tschechische Republik (26,2%), Österreich (25,5%) und die Niederlande (letzter Wert 2007: 23,6%) einen höheren geschlechtsspezifischen Verdienstabstand als Deutschland auf. Das Land mit den europaweit geringsten Unterschieden war im Jahr 2008 Italien (4,9%). Auch Slowenien (8,5%), Rumänien, Belgien (jeweils 9,0%), Malta und Portugal (jeweils 9,2%) verzeichneten einen eher moderaten Gender Pay Gap.

Zypern und Slowakei holen auf
Verglichen mit dem Vorjahr lassen sich insgesamt kaum Veränderungen feststellen. Allerdings haben Zypern und die Slowakei Deutschland inzwischen überholt. Während der Gender Pay Gap in den beiden Ländern im Jahr 2007 noch über dem für Deutschland lag, fiel er 2008 mit 21,6 Prozent für Zypern beziehungsweise 20,9 Prozent für die Slowakei geringer als in Deutschland aus.

Bei der Interpretation der Werte sollte berücksichtigt werden, dass es sich um den unbereinigten Gender Pay Gap handelt. Aussagen zum Unterschied in den Verdiensten von weiblichen und männlichen Beschäftigten mit gleichem Beruf, vergleichbarer Tätigkeit und äquivalentem Bildungsabschluss sind damit nicht möglich.
 


AutorIn: Nathalie Sopacua

Erstellt am: Montag 08. März 2010

Thema: Gender Pay Gap, Lohndiskriminierung, Entgeltgleichheit, Europa,





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