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Insbesondere Geld, gesellschaftliche Akzeptanz, Ungebundenheit und Macht sind auch heute noch so ungleich verteilt, dass wir schlechterdings nicht behaupten können, Frauen rivalisierten unter gleichen Bedingungen.

(Christine Bergmann, deutsche Politikerin, u.a. von 1998 bis 2002 Bundesfrauenministerin)

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Olympischer Sportbund sagt Gewalt an Frauen den Kampf an

Foto: Jutta Rotter/www.pixelio.de

Sport macht Frauen und Mädchen fit gegen Gewalt. Davon ist der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) überzeugt. Der Verband ruft deshalb anlässlich des diesjährigen Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November die Kampfsportverbände und -vereine auf, Schnupperkurse zur Selbstverteidigung für Mädchen anzubieten. Hierbei empfiehlt der DOSB Kooperationen mit Fraueninitiativen und kommunalen Frauenbüros vor Ort.

„Egal ob körperliche oder sexualisierte Gewalt, ob in der Partnerschaft, auf der Straße oder in der Sporthalle: bei uns ist kein Platz für Gewalt an Frauen, Mädchen und Jungen. Bei uns gilt Null Toleranz bei Gewalt gegen Frauen. Wir wollen Frauen den Rücken stärken, und laden ein, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung unter fachlicher Anleitung auszuprobieren“, erklärt DOSB-Vizepräsidentin Ilse Ridder-Melchers.

Mit seiner Aktion „Gewalt gegen Frauen - nicht bei uns“ will der DOSB die Angebote von Kampfsportvereinen zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung verstärkt auch Frauen und Mädchen zugänglich machen. Mit niedrig schwelligen Angeboten sollen sie einen ersten Eindruck von den Kursen vermittelt bekommen.

Angst vor Gewalt schränkt Bewegungsfreiheit ein
Tagtäglich seien Frauen und Mädchen unterschiedlichsten Formen von körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Da sie sich körperlich unterlegen fühlten, seien sie oft nicht in der Lage, sich zu wehren, erklärt der DOSB. Die Folge: Aus Angst vor Übergriffen schränken sie ihren Aktionsradius und ihre Bewegungsräume ein. In einem Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurs könnten Frauen und Mädchen ihr Selbstvertrauen und ihre Verteidigungsbereitschaft stärken und würden so eher in die Lage versetzt, Übergriffe wahrzunehmen und sich zu wehren.

Die Initiative des DOSB wird getragen vom Deutschen Aikido-Bund, Deutschen Judo-Bund, Deutschen Ju-Jutsu Verband, Deutschen Karate Verband und von der Deutschen Taekwondo Union. Aktionspartnerinnen sind der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe Frauen gegen Gewalt e.V., der Frauenhauskoordinierung e.V. sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Gleichstellungsbeauftragten und Frauenbüros.

Die Auftaktveranstaltung zur Aktion 2009 findet am 14. November in Ingolstadt in enger Kooperation mit dem Bayrischen Landessportverband statt.

Weitere Hinweise und Informationen zur Aktion gibt es im Internet unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.aktiongegengewalt.dosb.de

Der DOSB bzw. seine Frauenabteilung ist Mitglied des Deutschen Frauenrates.


AutorIn: Nathalie Sopacua

Erstellt am: Sonntag 13. September 2009

Thema: Gewaltschutz





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