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Gewalt gegen Frauen: UN-Generalsekretär ruft zur Verantwortung

Weibliches Opfer eines Säureanschlags

Foto: Sand Paper/wikimedia commons

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die Rolle der Privatwirtschaft im Kampf gegen Gewalt gegen Frauen hervor gehoben. Zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November erklärte Ban, die Unternehmen könnten dabei von der Projektentwicklung bis zur finanziellen Unterstützung von Organisationen einen großen Beitrag leisten.

Die „Prinzipien zur Stärkung der Frauen“, eine Initiative des UN Global Compacts und UNIFEM, hätten unlängst den Beleg für die hohen Kosten erbracht, die der Wirtschaft durch die Gewalt gegen Frauen entstünden, sagte Ban. Mehr als 120 führende Unternehmen würden die Initiative bereits unterstützen. Doch reicht das Engagement der Wirtschaft nach Einschätzung des UN-Generalsekretärs noch nicht aus: "Zu Hause, in den Schulen und Büros, in Flüchtlingslagern und Konfliktsituationen können die Unternehmen uns helfen, viele Formen der Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu verhindern".

Straffreiheit für Täter darf nicht toleriert werden
Ban Ki-moon unterstrich, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen in keiner Gesellschaft Platz haben dürfe. Ebenso dürfe die Straffreiheit für Täter nicht länger hingenommen werden. "An diesem Tag rufe ich alle – Regierungen, die Zivilgesellschaft, Unternehmen, Einzelpersonen – auf, Verantwortung für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu übernehmen."

Unter anderem mit der erfolgreichen Kampagne „Say NO-UNiTE“, die inzwischen fast eine Million Aktionen von Einzelpersonen, Regierungen und Nichtregierungsorganisationen zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen umfasst, sei ein deutliches Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen gesetzt worden, so Ban. Der Entwicklungsfonds der Vereinten Nationen für die Frau (UNIFEM) hatte die Aktionsplattform „Say NO – UNiTE to End Violence against Women“ im November vergangenen Jahres als weltweite Fürsprache-Initiative gestartet. Mit ihr sollen Aktionen zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen sichtbar gemacht werden.

Anhand länderspezifischer Daten wird geschätzt, dass bis zu 70 Prozent aller Frauen weltweit im Lauf ihres Lebens Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch Männer werden. "Say NO – UNiTE to End Violence against Women" versteht sich daher auch als globaler Aufruf zum Handeln, um diese Pandemie der Gewalt zu beenden.
 

Weitere Informationen:

Die Aktionsplattform Say NO – UNiTE im Internet


AutorIn: Nathalie Sopacua

Erstellt am: Dienstag 23. November 2010

Thema: Gewalt, Vereinte Nationen, Häusliche Gewalt,





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