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Weniger Lohn für gleiche Leistung ist ein Skandal
16.000 Unterschriften hat das Aktionsbündnis zum Equal Pay Day am 25. März 2011 gesammelt. Nun erfolgte die Übergabe an den Bundestag. Damit sollen die Forderungen nach entsprechenden gesetzlichen und strukturellen Bedingungen zur Herstellung von Entgeltgleichheit bekräftigt werden.
Gefordert wurde von den UnterzeichnerInnen unter anderem der flächendeckende Ausbau von Kindertageseinrichtungen, die gleichmäßigere Aufteilung der Elternzeit sowie auch Verbesserungen im Steuer- und Sozialversicherungsrecht. Themenschwerpunkt der diesjährigen Aktion, waren die tradierten Rollenstereotype und deren Auswirkungen.
Die Unterschriftenaktion mit dem Titel „Mannsbilder? – Weibsbilder? – Neue Bilder!“, die am 1. Januar 2011 startete, lief bis zum Equal Pay Day am 25. März 2011. Stellvertretend für den Bundestag nahmen nun am 26. Mai die Vorsitzenden der Ausschüsse für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Arbeit und Soziales, Sibylle Laurischk und Katja Kipping, die Unterschriften entgegen.
Namhafte VertreterInnen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft haben den Forderungskatalog zum Abbau von Entgeltunterschieden zwischen Männern und Frauen unterschrieben.
Wir dokumentieren einige Statements von Unterstützern:
„Ich unterstütze die Aktion des nationalen Bündnisses zum Equal Pay Day, weil ...
„... es unerträglich ist, dass Frauen heute noch immer für die gleiche Arbeit schlechter entlohnt werden als Männer. Sozial ist nicht, was Arbeit schafft. Sozial ist, was Arbeit schafft, von der man leben kann. Das gilt für Frauen wie Männer.“
Sigmar Gabriel, MdB, Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands
„... auch Frauen ein Recht darauf haben, für ihre Arbeit fair entlohnt zu werden und neue Rollenbilder mehr Vielfalt in den Führungsetagen der Unternehmen ermöglichen. Wenn diese Kompetenzen nicht länger außen vor bleiben, kann auch die Wirtschaft nur profitieren.“
Cem Özdemir, MdB, Bundesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen
„... es ungerecht ist, dass Frauen bei gleicher Arbeit schlechter bezahlt werden als Männer.“
Karl Schiewerling, MdB, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
„... es bestürzend ist, dass Deutschland EU-weit zu den Ländern mit den größten Vergütungsunterschieden zwischen Frauen und Männern zählt. Angesichts des internationalen Wettbewerbs um Fachkräfte können wir es uns als Standort Deutschland nicht erlauben, die Hälfte der Leistungsträger unserer Gesellschaft aufgrund ihres Geschlechts abzuwerten."
Thomas Sattelberger, Vorstandsmitglied Personal Deutsche Telekom AG
„... weniger Lohn für gleiche Leistung ein Skandal ist."
Frank-Walter Steinmeier, MdB, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion
Weitere Informationen:
Statements anderer UnterstützerInnen
Foto v.l.n.r.: Monika Lazar (Bündnis 90/Die Grünen), Katja Dörner (Bündnis 90/Die Grünen), Ingrid Fischbach (CDU), Katharina Landgraf (CDU), Sibylle Laurischk (FDP), Katja Kipping (Die Linke), Caren Marks (SPD), Beate Müller-Gemmeke (Bündnis 90/Die Grünen), Frank Heinrich (CDU), Matthias W. Birkwald (Die Linke), Christel Humme (SPD), Marlies Brouwers (Deutscher Frauenrat), Henrike von Platen (BPW Germany),
Erstellt am: Montag 30. Mai 2011
Thema: Entgeltgleichheit, Bundestag,



