Inhalt Navigation Servicespalte


RSS | Drucken | Hilfe | Schriftgröße: A A A


Sie sind hier :  Start  /   Infopool  /   Informationen

In der Theorie sind die Genossinnen schon gleichberechtigt, in der Praxis aber hängt der Philisterzopf den männlichen Genossen noch ebenso im Nacken wie dem ersten besten Spießbürger.

(Clara Zetkin, deutsche Sozialistin, Kommunistin, Frauenrechtlerin (1857-1933))

Weitere Meldungen

DF: Neuer Terminkalender [neu]

Mehr Informationen und Service möchte der Deutsche Frauenrat auch auf seiner Website bieten....

Unsere Zeitschrift

Die neueste Ausgabe mit ausgewählten Beiträgen.

2/2012 Care-Ökonomie

Wen kümmert's, wer sich kümmert?

Ein paar grüne Gummihandschuhe mit verziertem Bündchen

Ihre Einzelheftbestellung


Informationen

Workplace Policy wirksam gegen häusliche Gewalt

Keine Gewalt gegen Frauen

Foto: Dieter Schütz/www.pixelio.de

Unternehmen können ihre Beschäftigten vor häuslicher Gewalt schützen. Zu diesem Ergebnis gelangt die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes, nachdem sie die Umsetzung des Workplace Policy-Konzeptes in zwei Berliner Bezirksämtern und zwei privatwirtschaftlichen Unternehmen in Augenschein genommen hat.

Nach Angaben des Bundesfrauenministeriums ist in Deutschland jede vierte Frau im Alter von 16 bis 80 Jahren mindestens einmal von körperlicher und/oder sexueller Gewalt durch einen Beziehungspartner betroffen. Allein in Berlin wurden im vergangenen Jahr 16.285 Fälle häuslicher Gewalt bei der Polizei registriert.

Häusliche Gewalt nicht nur ein privates Problem

Schätzungen zufolge sind 20 bis 25 Prozent der Arbeitsausfälle von Arbeitnehmerinnen auf häusliche Gewalt zurückzuführen. Insofern ist jene nicht allein ein privates Problem, sondern berührt auch die Produktivität von Unternehmen und die Kosten des Gesundheitsmanagements. Genau hier setzt das Konzept der Workplace Policy an. Danach werden Unternehmen verpflichtet, den Auswirkungen häuslicher Gewalt am Arbeitsplatz mit konkreten Schritten zu begegnen: Information und Aufklärung werden ergänzt durch Beratungs- und Unterstützungsangebote zum Schutz der Betroffenen.

Die Umsetzung des Konzeptes in Berlin kann auf erste Erfolge verweisen. Der neuesten Studie zufolge ist das Konzept über 80 Prozent der Befragten in den untersuchten Bezirksämtern und Unternehmen bekannt. Rund 85 Prozent von ihnen glauben, dass das unternehmensintere Konzept für Betroffene hilfreich sein kann. Damit deckt sich im Übrigen auch die Auffassung der meisten Befragten (80 Prozent), dass häusliche Gewalt kein privates Problem ist.

Häusliche Gewalt schadet auch der Volkswirtschaft

Die TDF-Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle sieht sich in dem Ansatz durch die jüngsten Ergebnisse bestätigt, "dass die ArbeitgeberInnen damit den Frauen wirksam zur Seite stehen können." Dies sei ein starkes Signal an die Unternehmen.

Und auch Frauensenator Harald Wolf (Linke) ist zufrieden mit den Studienergebnissen: "Häusliche Gewalt führt zu physischen und psychischen Verletzungen bei den Opfern und fügt der Volkswirtschaft durch Arbeitsausfälle signifikante Schäden zu." Das Konzept der Workplace Policy biete den Unternehmen ein wirksames und flexibles Instrument, das sie im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements kostenneutral einsetzen könnte, erklärte Wolf, der die Evaluierung der Workplace Policy in Auftrag gegeben hatte.

Für die Studie hat Terre des Femmes rund 2.800 Fragebögen in den Bezirksämtern Charlottenburg-Wilmersdorf und Reinickendorf, bei The Body Shop Berlin und bei der Geschäftsstelle der Barmer GEK Berlin verteilt. Der Rücklauf lag bei über 18 Prozent. Damit konnten 513 Fragebögen in die quantitative Auswertung einbezogen werden. Zusätzlich gab es qualitative Interviews mit Führungskräften aus den beteiligten Institutionen und Verwaltungen.

Weitere Informationen:

Die "Wissenschaftliche Studie zur Evaluation der Implementierung des Workplace Policy Konzeptes in Berlin" zum Öffnet externen Link in neuem FensterDownload


AutorIn: Nathalie Sopacua

Erstellt am: Montag 18. Oktober 2010

Thema: Gewalt, Häusliche Gewalt





DF-Internet: Suche

Die Suche erfolgt im Infopool des DF.

detailierte Suche...

DF-Newsletter: Abo

Informiert bleiben: der DF-Newsletter.

DF-Presseverteiler: Abo

Informiert bleiben: der DF-Presseverteiler.

DF-Quick Link

Bitte geben Sie hier Ihren Quick Link-Code ein.

Was sind Quick Links?


Deutscher Frauenrat
Lobby der Frauen - Bundesvereinigung von Frauenverbänden und gemischter Verbände in Deutschland e.V.

Axel-Springer-Str. 54a, 10117 Berlin | Tel. 030 - 204569-0 | Fax 030 - 204569-44 | www.frauenrat.de


zum Seitenanfang