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Zukunftsforum Familie hält Kindergrundsicherung für probates Mittel gegen Kinderarmut
Das Zukunftsforum Familie (ZFF) hat seine Forderung nach einer Kindergrundsicherung von 500 Euro pro Kind angesichts jüngster Ergebnisse einer Kinderstudie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erneuert.
Die ZFF-Vorstandsvorsitzende Christiane Reckmann erklärte: "Kinder mit schwierigen Startbedingungen brauchen besondere Unterstützung, damit auch sie die Chance auf ein gesundes Aufwachsen und gute Bildung haben."
Zwar gebe der deutsche Staat für die Bildung und Betreuung von Kindern sowie direkte Finanztransfers an deren Familien zehn bis 20 Prozent mehr Geld aus als die OECD-Länder im Schnitt. Dennoch sei der Anteil der Kinderarmut in Deutschland zu anderen Industrienationen überdurchschnittlich hoch. Der OECD-Studie nach lebt fast jedes sechste Kind in relativer Armut, also mit weniger als 50 Prozent des Durchschnittseinkommens. Im OECD-Durchschnitt ist es nur jedes achte Kind, in Dänemark, dem Land mit der geringsten Kinderarmut in der OECD, sogar nur jedes 37. Kind.
Die Ergebnisse der Studie zeigten einmal mehr, dass Kinder in Deutschland nicht gleich viel wert seien, so Reckmann. Die Mehrheit der Eltern in Deutschland habe ein Interesse daran, dass ihre Kinder gesund aufwachsen und lernen könnten. "Familien mit sozial und finanziell schwierigem Hintergrund brauchen unterstützende Förderung, um auch für ihre Kinder ein chancengerechtes Aufwachsen zu ermöglichen."
Neben einer Kindergrundsicherung verlangt das Zukunftsforum Familie daher eine Verbesserung des Elterngeldes, den qualitativen Ausbau der Kleinkindbetreuung sowie der Ganztagsschulen, gebührenfreie Bildung sowie Eltern-Kind-Zentren mit lebensnahem Angebot.
Der Deutsche Frauenrat ist Kooperationspartner des ZFF.
Mehr Informationen zum Bündnis und weiteren UnterstützerInnen stehen auf der Seite
www.kinderarmut-hat-folgen.de zur Verfügung.
Erstellt am: Freitag 04. September 2009
Thema: Armut, Familie



