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Ich frage mich manchmal, ob Männer und Frauen wirklich zueinander passen. Vielleicht sollten sie einfach nebeneinander wohnen und sich nur ab und zu besuchen.

(Katherine Hepburn, 1907-2003, amerikanische Schauspielerin)

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Immer weniger Frauen im Normalarbeitsverhältnis

Frau bei der Arbeit

Bei der Arbeit Foto: Bernd Sterzl/www.pixelio.de

Der Anteil von Frauen in traditionellen Beschäftigungsverhältnissen - eine unbefristete Anstellung in Vollzeit von mindestens 30 Stunden - ist aufgrund des lange geltenden Modells des männlichen Ernährers unterdurchschnittlich. Und der Trend nimmt zu: Die Entwicklung hin zu mehr Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt trifft eher auf Frauen als auf Männer zu. Das belegt eine aktuelle Arbeitsmarktstudie der Bertelsmann Stiftung, die gemeinsam mit dem Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) erstellt wurde.

Im Jahr 2008 befanden sich 60,1 Prozent aller Beschäftigten im Alter zwischen 25 und 64 Jahren in einem Normalarbeitsverhältnis. Seit 2001 ist diese Form der traditionellen Beschäftigung um 4,6 Prozentpunkte zurückgegangen.

Vergleicht man die Anzahl der erwerbstätigen Frauen, die unbefristet vollzeitbeschäftigt sind, mit denen der Männer, zeigen gerade die kontinentaleuropäischen Länder die für diese Systeme üblichen Verteilungsmuster: In den Niederlanden, in der Schweiz, in Deutschland, Belgien und Österreich sind erwerbstätige Frauen mit einer unbefristeten Vollzeitbeschäftigung im europäischen Vergleich am wenigsten vertreten.
In Schweden, Großbritannien, Norwegen und Frankreich fallen die Abstände demgegenüber geringer, wenn auch nicht gleichförmig aus.
In mittel- und osteuropäischen Ländern befinden sich ausnahmslos mehr Frauen als Männer in traditionellen Beschäftigungsverhältnissen, wenngleich die Unterschiede minimal sind. Die AutorInnen der Studie führen diesen durchaus auffälligen Unterschied auf die Tatsache zurück, dass es in osteuropäischen Ländern kaum Teilzeitangebote für Frauen gebe.

Schwund an Normalarbeitsplätzen trifft vor allem Frauen
Besonders bemerkenswert ist jedoch für die AutorInnen weniger der insgesamt eher geringe Frauenanteil innerhalb der traditionellen Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland als vielmehr die Tatsache, dass sich der Anteil von Frauen in diesen Beschäftigungsformen zwischen 2001 und 2008 nochmals verringert hat: von fast 48 Prozent Prozent auf rund 43 Prozent.
Hierbei ist augenfällig, dass die traditionellen Beschäftigungsverhältnisse bei Frauen stärker zurückgegangen sind als bei Männern. Während 2008 die Quote von Frauen in unbefristeten Vollzeitbeschäftigungsverhältnissen um 4,6 Prozentpunkte niedriger als 2001 lag, betrug der Rückgang bei den Männern lediglich 3,5 Prozentpunkte.

Bei beiden Gruppen liegt Deutschland der Studie zufolge unter den ersten zehn Ländern, bei denen die Vollzeitquote (unbefristet) am stärksten gesunken ist. Beim Rückgang der Männer folgt Deutschland der Slowakei, den Niederlanden und Polen. Bei den Frauen weisen nur Luxemburg, Malta, Italien, Schweden, Polen und Österreich einen größeren Rückgang an normalen Beschäftigungsverhältnissen auf.

Traditionelle Beschäftigungsverhältnisse in der Gruppe der Männer nahmen mit Differenzen von unter einem Prozentpunkt am wenigsten in Frankreich, Irland und Italien ab. In Finnland ist die Vollzeitquote unter Männern sogar um etwa zwölf Prozentpunkte gestiegen. In Spanien, Slowenien und Zypern ist die Quote der Frauen dagegen zurückgegangen, während sich hier die Quote der Männer erhöht hat.

Weitere Informationen
Leitet Herunterladen der Datei einStudie „Traditionelle Beschäftigungsverhältnisse im Wandel
Benchmarking Deutschland: Normalarbeitsverhältnis auf dem Rückzug"

als Download (PDF, 2,04 MB)


AutorIn: Nathalie Sopacua

Erstellt am: Dienstag 19. Januar 2010

Thema: Arbeit, Arbeitsmarkt, Arbeitszeit, Geschlechterrollen,





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