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Frauen dürfen Anschluss an den Arbeitsmarkt nicht verlieren
Anlässlich des Internationalen Frauentages fordert der katholische Frauenverband IN VIA eine Arbeitsmarktpolitik und Rahmenbedingungen für eine soziale Grundsicherung, die geschlechtsspezifische Benachteiligungen abbauen, statt sie zu verfestigen.
"Phasen von Familien- und Erziehungsarbeit, einschließlich der Pflege von Angehörigen, die überwiegend von Frauen wahrgenommen werden, dürfen nicht dazu führen, dass Frauen den Anschluss an den Arbeitsmarkt verlieren", mahnte Dr. Irme Stetter-Karp, Vorsitzende von IN VIA Deutschland. Einen Weg, dass auch Männer stärker als bisher ihre Erwerbstätigkeit für solche Aufgaben unterbrechen, sieht der Verband in der Entgeltgleichheit von Frauen und Männern.
In einem Positionspapier schlägt IN VIA vor, dass bei Unterbrechungen der Berufstätigkeit durch Familienarbeit für einen begrenzten Zeitraum entsprechend dem Arbeitslosengeld I 60 Prozent des bisherigen Netto-Gehalts gezahlt werden.
Der Frauenverband betont die Notwendigkeit, dass eine soziale Absicherung vor allem durch sozialversicherungspflichtige Erwerbsarbeit erreicht werden müsse. "Die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen", so Stetter-Karp, "können wir nicht mittragen. Damit werden Rahmenbedingungen geschaffen, die gering qualifizierte Frauen aus dem Arbeitsmarkt verdrängen, statt ihnen eine berufliche Perspektive zu eröffnen."
Kritik an Kürzungen beim Programm "JobPerspektive"
IN VIA verlangt zudem, dass jede Frau und jeder Mann im Rahmen der individuellen Fähigkeiten eine Existenz sichernde und familienfreundliche Beschäftigung ausüben kann. Vor allem für gering qualifizierte Personen sollten deshalb öffentlich finanzierte Arbeitsplätze im Bereich der sozialen Dienste oder der haushaltsnahen Dienstleistungen ausgebaut werden. Die aktuellen drastischen Mittelkürzungen beim 2007 eingeführten Programm "JobPerspektive" durch die Bundesregierung kritisiert IN VIA in aller Deutlichkeit. Dadurch würden zusätzlich geschaffene Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose verloren gehen.
„Die Initiativen der Bundesregierung zu einer gerechten sozialen Sicherung und Arbeitsmarktpolitik müssen sich daran messen lassen, dass für Frauen und Männer in allen Lebenssituationen gleichberechtigte berufliche Teilhabe möglich ist.“ Die Vereinbarung von beruflicher Entwicklung und Familienarbeit dürfe nicht eine unlösbare Aufgabe bleiben, fordert der Verband.
Weitere Informationen:
Das Positionspapier "Die Zukunft der Arbeitsgesellschaft aus der Perspektive von Frauen" des Bundesverbandes IN VIA als
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Erstellt am: Donnerstag 04. März 2010
Thema: Internationaler Frauentag, Vereinbarkeit, Grundsicherung, Arbeitsmarkt


