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Gender Pay Gap bei Führungskräften noch höher als im Durchschnitt
Frauen sind nicht nur deutlich seltener in Führungspositionen vertreten, sie verdienen dort auch weniger als ihre männlichen Kollegen: 2008 lag der Verdienstunterschied unter den in Vollzeit angestellten Führungskräften bei 28 Prozent - und damit um drei Prozent höher als im bundesweiten Durchschnitt. Das geht aus den jüngsten Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) hervor.
Die in der Privatwirtschaft angestellten weiblichen Führungskräfte verdienten demnach monatlich durchschnittlich 3.410 Euro brutto, die männlichen 4.760 Euro. Im Vergleich zu Frauen erhalten Männer darüber hinaus höhere jährliche Sondervergütungen wie Gewinnbeteiligungen, Gratifikationen und Prämien: Diese lagen mit 9.870 Euro sogar 36 Prozent über jenen der Frauen (6.360 Euro).
„Die Lohnkluft zwischen Frauen und Männern ist damit in Führungspositionen höher als im Durchschnitt der Erwerbstätigen“, sagte Elke Holst vom DIW Berlin anlässlich des Equal Pay Day am 26. März. Insgesamt hatte das Statistische Bundesamt kürzlich einen Wert von 23,2 Prozent für Deutschland ausgewiesen. In der EU gehört Deutschland damit zu den Schlusslichtern. Im EU-Durchschnitt liegt die Verdienstungleichheit bei 18 Prozent.
Verdienstunterschiede nur schwer durch messbare Indikatoren erklärbar
„Seit 2001 haben sich die Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland weder bei den Führungskräften noch insgesamt signifikant verringert“, sagte DIW-Forscherin Anne Busch. Damals hatten Bundesregierung und deutsche Wirtschaft eine freiwillige Vereinbarung zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft geschlossen.
„Ein großer Teil der Verdienstunterschiede ist durch messbare Indikatoren nicht erklärbar“, erläuterte Elke Holst. Hier würden gesellschaftliche und kulturelle Rahmenbedingungen eine Rolle spielen, etwa Stereotypen, die häufig zu Nachteilen für Frauen auf dem Arbeitsmarkt führten. Allerdings seien diese Mechanismen meist nur schwer aufzudecken. „Eine größere Transparenz, etwa durch Offenlegung der Verdienste innerhalb des Unternehmens, könnte daher die Debatte versachlichen“, so Holst.
„Ein großer Teil der Verdienstunterschiede ist durch messbare Indikatoren nicht erklärbar“, erläuterte Elke Holst. Hier würden gesellschaftliche und kulturelle Rahmenbedingungen eine Rolle spielen, etwa Stereotypen, die häufig zu Nachteilen für Frauen auf dem Arbeitsmarkt führten. Allerdings seien diese Mechanismen meist nur schwer aufzudecken. „Eine größere Transparenz, etwa durch Offenlegung der Verdienste innerhalb des Unternehmens, könnte daher die Debatte versachlichen“, so Holst.
Erstellt am: Montag 29. März 2010
Thema: Führungspositionen, Entgeltgleichheit,



