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(Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), österreichische Dichterin)

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Quote gilt nicht als primärer Hebel zur Karriereförderung

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Foto: Günter Havlena/www.pixelio.de

Die Belastung durch Familie und Beruf ist für Frauen nach wie vor Karrierekiller Nummer eins. Nach einer repräsentativen Umfrage der Bertelsmann Stiftung hat jede zweite Frau aus diesem Grund mindestens einmal ihre Karrierepläne entweder ganz begraben oder zumindest geändert. Mangelnde Förderung am Arbeitsplatz oder fehlende berufliche Qualifikation nannte hingegen nur jede vierte Frau als Karrierehindernis.

Zwei Drittel der Befragten sind laut Umfrage überzeugt davon, dass es um die berufliche Chancengleichheit von Frau und Mann schlecht bestellt ist. Eine deutliche Mehrheit (90 Prozent) macht dafür den Spagat zwischen Beruf und Familie verantwortlich.

Frauen genauso durchsetzungsstark wie Männer
Mehr als zwei Drittel (71 Prozent) glauben zudem, dass männliche Führungskräfte Frauen ausgrenzen. Dagegen scheint die oft behauptete mangelnde Durchsetzungsfähigkeit von Frauen im Job kein Thema zu sein. 80 Prozent der Befragten halten Frauen für ebenso durchsetzungsstark, 60 Prozent sogar für gleichermaßen machtbewusst wie Männer.

Nahezu alle Befragten waren sind darin einig, dass Frauen für ihre berufliche Entwicklung mehr Unterstützung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familien brauchen. Wenn Frauen allerdings Karriere machen wollen, seien Teilzeitangebote in Betrieben, flexiblere Arbeitszeiten oder finanzielle staatliche Unterstützung nicht die richtigen Antworten auf das Karriere-Kind-Dilemma, meint die Mehrheit der Befragten. Statt dessen setzen fast 80 Prozent von ihnen auf die gezielte Förderung durch Vorgesetzte und rund 60 Prozent auf eine bessere Ausbildung und Qualifizierung. Für eine Frauenquote in Unternehmen und Organisationen plädierten 60 Prozent der Frauen und nur 41 Prozent der Männer.

Junge Menschen beurteilen Karrierechancen von Frauen optimistischer
Bei der Beurteilung der beruflichen Chancen von Frauen zeigten sich große Unterschiede zwischen den Generationen: Während drei Viertel der 50- bis 60-jährigen nicht glauben, dass Frauen und Männer in Deutschland die gleichen Karrierechancen haben, sehen das junge Menschen deutlich optimistischer: Für fast die Hälfte der 16- bis 29-jährigen sind die beruflichen Möglichkeiten zwischen den Geschlechtern gerecht verteilt.

Für die repräsentativen Umfrage der Stiftung hatte das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid 1.029 Frauen und Männer befragt.


AutorIn: Nathalie Sopacua

Erstellt am: Dienstag 17. August 2010

Thema: Karriere, Beruf, Arbeitsmarkt, Vereinbarkeit, Familie





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