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Ich frage mich manchmal, ob Männer und Frauen wirklich zueinander passen. Vielleicht sollten sie einfach nebeneinander wohnen und sich nur ab und zu besuchen.

(Katherine Hepburn, 1907-2003, amerikanische Schauspielerin)

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Börsen-Bulle

Foto: Daniel Gast/www.pixelio.de

Mit einer breit angelegten Aktion will der Deutsche Juristinnenbund (djb) den Dax-Unternehmen in Sachen Frauenbeteiligung auf den Zahn fühlen. In mehr als 70 Hauptversammlungen wollen djb-Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsräten wissen, wie sie in ihren eigenen Reihen den Frauenanteil erhöhen werden.

Die Aktion „Hauptversammlungen: Aktionärinnen fordern ein!“ wurde von Jutta Wagner, Präsidentin des djb, auf der Hauptversammlung der ThyssenKrupp AG am 21. Januar eingeläutet. Wagner machte hier von ihrem aktienrechtlichen Auskunftsrecht Gebrauch und verlangte von Vorstand und Aufsichtsrat konkret Auskunft darüber, warum trotz der Vorgaben im Deutschen Corporate Governance Kodex und anderweitigen Bekundungen aus den Unternehmen der Frauenanteil bei den Aufsichtsratsmandanten der Anteilseigner sich immer noch nicht wesentlich erhöht hat.

Gläserne Decke mit 40-Prozent-Quote durchbrechen
Für den djb reicht die jetzige Rechtslage zur Erhöhung des Frauenanteils in den Top-Positionen der DAX-Unternehmen keineswegs aus, ebenso wenig die freiwillige Vereinbarung zwischen Spitzenverbänden der Wirtschaft und Bundesregierung aus dem Jahr 2001: „Trotz der Appelle an die Wirtschaft, endlich die ‚gläserne Decke’ zu beseitigen, und der Verabschiedung gesetzlicher Regelungen zur Gleichstellung von Frauen und Männern, bleibt die Beteiligung von Frauen an Führungspositionen in der Wirtschaft auf einem unakzeptablen, niedrigen Level“, erklärt der djb.

Für den Juristinnenbund steht deshalb fest: „Zur nachhaltigen Veränderung dieser Situation fordern wir die Verabschiedung einer gesetzlichen Mindestanteilsregelung von 40% bei der Besetzung von Aufsichtsräten.“

Um der Forderung nach mehr Frauen in Aufsichtsräten Nachdruck zu verleihen, startete der djb in Zusammenarbeit mit "Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR) e.V." und der ARGE Anwältinnen im Deutschen Anwaltverein die „Aktion Hauptversammlungen: Aktionärinnen fordern ein!“. Die Aktion wird gefördert vom Bundesministerium für Frauen.


AutorIn: Nathalie Sopacua

Erstellt am: Montag 25. Januar 2010

Thema: Partizipation, Quote, Wirtschaft, Aufsichtsräte,





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