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Mehr Stolz, ihr Frauen! Wie ist es nur möglich, dass ihr euch nicht aufbäumt gegen die Verachtung, die euch noch immer trifft. - Auch heute noch? Ja, auch heute noch.

(Hedwig Dohm, 1831-1919, deutsche Schriftstellerin, Publizistin, Dramatikerin und Frauenrechtlerin)

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Unionsfrauen setzen Wirtschaft eine Gnadenfrist

Rita Pawelski (Mitte) stellt den Beschluss der Unionsfrauen "Mehr Frauen in Führungspositionen" vor.

Die Frauen der Unionsfraktion wollen notfalls mit einer Quote den Anteil von Frauen in Führungspositionen und Aufsichtsräten erhöhen.

Wenige Tage nach ihrer Klausurtagung hat die Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ihr Konzept vom im Koalitionsvertrag festgelegten Stufenplan präzisiert. Danach hat die Wirtschaft die nächsten vier Jahre Zeit, mindestens jede dritte Top-Position mit einer Frau zu besetzen. Andernfalls wollen die Unionsfrauen der CDU/CSU-Fraktion die Wirtschaft mit Hilfe einer Quote zum Handeln zwingen.

Die von der Regierungskommission des Öffnet externen Link in neuem FensterDeutschen Corporate Governance Kodex festgelegte erste Stufe mit verbindlichen Berichtspflichten und transparenten Selbstverpflichtungen soll nach dem Willen der Unionsfrauen ab sofort gelten.

Auch in der zweiten Stufe setzen sie noch auf Selbstverpflichtung: So sollen alle mitbestimmungspflichtigen Unternehmen bis zum Jahr 2014 den Frauenanteil in Führungspositionen und Aufsichtsräten auf mindestens 30 Prozent steigern. Ist dies bis 2014 nicht der Fall, werden die Unternehmen in einer dritten Stufe gesetzlich verpflichtet, den Anteil von Frauen in Führungspositionen und Aufsichtsräten bis spätestens 2018 auf mindestens 30 Prozent zu steigern - ein Anteil, der also deutlich geringer ausfällt als beispielsweise in Norwegen (40%).

Bundesministerin Schröder: Quote ist Ultima Ratio

Indes hat sich Bundesfrauenministerin Kristina Schröder (CDU) in Sachen gesetzlicher Quote wiederholt eher zurückhaltend geäußert. In einem Interview mit der Welt sagte Schröder: "Eine Quote ist für mich Ultima Ratio. Ich bin grundsätzlich sehr zurückhaltend, wenn es darum geht, der freien Wirtschaft etwas vorzuschreiben. Was die Vorstände angeht, gäbe es da auch gravierende verfassungsrechtliche Bedenken. Anders als bei den Aufsichtsräten."

Wie die Vorsitzende der Gruppe der Frauen, Rita Pawelski, am 2. Juli ankündigte, soll der Beschluss noch in diesem Jahr Gesetz werden.


AutorIn: Nathalie Sopacua

Erstellt am: Montag 05. Juli 2010

Thema: Quote, Führungspositionen, Aufsichtsräte, Wirtschaft, Partizipation,





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