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dbb-Frauen: Arbeitswelt generalüberholen
Die dbb bundesfrauenvertretung hat vor einer Zweiklassengesellschaft gewarnt, in der das Geschlecht über Wohlstand im Alter entscheidet - und die Regierung umgehend zum Handeln aufgefordert. Anlass für die Positionierung der dbb-Frauen ist der kürzlich erschienene Demografiebericht der Bundesregierung.
Ein Warnsignal: der Gender Pension Gap
Die dbb bundesfrauenvertretung begrüßt die Ankündigung der Bundesregierung, bis 2012 eine Strategie für den Umgang mit dem demografischen Wandel vorzulegen. Die Tatsache, dass Frauen derzeit fast 60 Prozent weniger eigene Alterssicherungsleistungen bezögen, sieht Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb-Frauen, als Warnsignal, umgehend nachzusteuern. Der sogenannte Gender Pension Gap - also die Rentenlücke aufgrund des Geschlechts - mache deutlich, wie sich die Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern im Alter auswirkten.
Entgeltdiskriminierung bekämpfen
Der kürzlich vom Bundesinnenministerium vorgelegte Demografiebericht zeige, so Wildfeuer, dass die Folgen einer immer älter werdenden Gesellschaft nicht allein damit aufgefangen werden könnten, dass Frauen mehr Kinder bekämen. Vielmehr müsste die Arbeitskultur einer "gründlichen Generalüberholung" unterzogen werden. Für die dbb-Frauen heißt das: Frauen müssen besser bezahlt und bei der Familienarbeit entlastet werden. Darüber hinaus sollen ausreichend Kinderbetreuungsangebote zur Verfügung gestellt, Entgeltdiskriminierungen beseitigt und Führungsaufgaben auch für Teilzeitkräfte zugänglich gemacht werden.
Der
Demografiebericht gibt nach den Worten von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) erstmals eine umfassende Bestandsaufnahme zur demografischen Lage in Deutschland und der zu erwartenden Entwicklung. Demnach sollen bis zum Jahr 2060 nur noch 65 bis 70 Millionen Menschen in Deutschland leben. Jede/r Dritte (34 Prozent) wird dann 65 Jahre oder älter sein.
Erstellt am: Donnerstag 17. November 2011
Thema: Demografie, Arbeit, Entgeltgleichheit, Rente,



