Inhalt Navigation Servicespalte


RSS | Drucken | Hilfe | Schriftgröße: A A A


Sie sind hier :  Start  /   Infopool  /   Informationen

Insbesondere Geld, gesellschaftliche Akzeptanz, Ungebundenheit und Macht sind auch heute noch so ungleich verteilt, dass wir schlechterdings nicht behaupten können, Frauen rivalisierten unter gleichen Bedingungen.

(Christine Bergmann, deutsche Politikerin, u.a. von 1998 bis 2002 Bundesfrauenministerin)

Weitere Meldungen

DF: Neuer Terminkalender [neu]

Mehr Informationen und Service möchte der Deutsche Frauenrat auch auf seiner Website bieten....

Unsere Zeitschrift

Die neueste Ausgabe mit ausgewählten Beiträgen.

2/2012 Care-Ökonomie

Wen kümmert's, wer sich kümmert?

Ein paar grüne Gummihandschuhe mit verziertem Bündchen

Ihre Einzelheftbestellung


Informationen

50 Jahre Pille in Deutschland: neuere Präparate - größeres gesundheitliches Risiko

Ein Set Antibaby-Pillen

Die Pille, die die Welt revolutionierte

Der mögliche Einfluss der Pille auf das Risiko, an Krebs zu erkranken, ist seit den Neunzigerjahren bekannt. Besonders bei langjähriger Einnahme wächst die Gefahr. 2009 stufte die International Agency for Research on Cancer (IARC) bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) synthetische Gestagene als potenziell krebserregend für Frauen ein, vor allem in Hinblick auf Brustkrebs. Der Risikoanstieg unter der Pille, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, ist durch eine von der WHO in Auftrag gegebene systematische Übersichtsarbeit belegt. Darauf wies das Feministische Frauengesundheitszentrum (FFGZ) in Berlin anlässlich des Internationalen Tages der Verhütung am 26. September hin.

Erhöhte Thrombose-Gefahr
Doch die Pille erhöht auch das Risiko für Gefäßverschlüsse durch Blutgerinnsel (Thrombosen). Nach Recherchen der pharmakritischen Zeitschrift Gute Pillen – Schlechte Pillen kommt es unter dem Gestagen Levonorgestrel zu etwa 20 Thrombosen pro 100.000 Frauen und Jahr und verdreifacht sich im Vergleich zu Nichtanwenderinnen. Bei den Gestagenen der dritten Generation, Desogestrel und Gestoden, gibt es ein 1,5- bis zweifach erhöhtes Risiko mit 30 bis 40 Thrombosen pro 100.000 Frauen und Jahr. Auch für das noch neuere Gestagen Drospirenon weisen zwei aktuelle Studien darauf hin, dass es im Vergleich zu Levonorgestrel ein etwa doppelt bis dreifach so hohes Thromboserisiko hat. Im April 2011 hat sich eine Selbsthilfegruppe Drospirenon Geschädigter gegründet.

Diaphragma und Portiokappe: kostengünstige und sichere Alternativen

Obwohl die neuen Pillen eine höhere Thrombosegefahr als ältere haben, wurden sie im Jahr 2010 besonders häufig verordnet. Wegen der bekannten Risiken der Pille empfiehlt das FFGZ daher bereits seit den Siebzigerjahren als  Verhütungsalternative für Frauen das Diaphragma oder die Portiokappe. Beide seien kostengünstig, sicher, einfach anzuwenden und hätten keinerlei gesundheitliche Nebenwirkungen, so die Frauengesundheits-Expertinnen. Zumindest aber stehen Diaphragma und Portiokappe nicht im Verdacht, Krebs oder Thrombosen hervorzurufen.

Die Antibaby-Pille wurde 1960 in den USA erstmals zugelassen. Ein Jahr später kam sie auch in Deutschland auf den Markt.

Weitere Informationen:

www.ffgz.de

Öffnet externen Link in neuem FensterAntibaby-Pillen mit Drospirenon in der Kritik
Gute Pillen – Schlechte Pillen, 17.06.2011

Öffnet externen Link in neuem FensterEmpfängnisverhütung - Eine möglichst verträgliche Pille wählen
Gute Pillen – Schlechte Pillen 2011/3

Öffnet externen Link in neuem FensterGefährliche Venenthrombose
Gute Pillen – Schlechte Pillen 2009/6


AutorIn: Ulrike Helwerth

Erstellt am: Montag 26. September 2011

Thema: Frauengesundheit, Verhütung,





DF-Internet: Suche

Die Suche erfolgt im Infopool des DF.

detailierte Suche...

DF-Newsletter: Abo

Informiert bleiben: der DF-Newsletter.

DF-Presseverteiler: Abo

Informiert bleiben: der DF-Presseverteiler.

DF-Quick Link

Bitte geben Sie hier Ihren Quick Link-Code ein.

Was sind Quick Links?


Deutscher Frauenrat
Lobby der Frauen - Bundesvereinigung von Frauenverbänden und gemischter Verbände in Deutschland e.V.

Axel-Springer-Str. 54a, 10117 Berlin | Tel. 030 - 204569-0 | Fax 030 - 204569-44 | www.frauenrat.de


zum Seitenanfang