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(Mary Wollstonecraft (1739-1797), englische Schriftstellerin, Philosophin und Frauenrechtlerin)

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Anne-Klein-Frauenpreis für Geschlechterdemokratie

Anne Klein am Redepult

Anne Klein, Feministin der ersten Reihe, Foto: Bundesarchiv/Engelbert Reineke

In Würdigung der verstorbenen ehemaligen Berliner Frauensenatorin Anne Klein hat die Heinrich-Böll-Stiftung einen neuen Preis angekündigt. Damit sollen Frauen geehrt werden für ihr herausragendes Engagement und ihre Verdienste für die Verwirklichung von Geschlechterdemokratie.

Die Juristin Anne Klein war von 1989 bis 1990 Frauensenatorin im ersten rot-grünen Berliner Senat, der wegen seiner Frauenmehrheit (acht Senatorinnen, fünf Senatoren) auch als „Feminat“ bekannt wurde. Anne Klein besetzte als Parteilose für die Grünen (damals noch „Alternative Liste) diesen Posten. Die offen lesbisch lebende Feministin schuf in ihrer kurzen Amtszeit unter anderem das bundesweit erste Referat für gleichgeschlechtliche Lebensweisen. Nach dem Bruch der rot-grünen Koalition im November 1990 erklärte sie ihren Rücktritt. Danach arbeitete sie als Rechtsanwältin und Notarin in Berlin.

Von 1982 bis 1984 arbeitete Anne Klein bei der grünen Bundestagsfraktion als wissenschaftliche Assistentin. Damals bereits verfasste sie für die Fraktion u.a. einen Gesetzesentwurf für ein „Antidiskriminierungsgesetz“.

Anne Klein verlor am 23. April ihren langen Kampf gegen den Krebs. Die Grünen-Fraktionschefin im Bundestag, Renate Künast, bezeichnete den Tod Kleins als einen „großen persönlichen Verlust“. Sie habe sich stets mit aller Kraft für die Rechte und Lebenssituationen besonders der  Frauen eingesetzt. „Da ist sie uns allen ein Vorbild“, fügte Künast hinzu.

Am 21. Mai fand in der Heinrich-Böll-Stiftung eine Gedenkfeier für die politische Weggefährtin statt. Dort stellte Michaele Schreyer, ehemalige Mitsenatorin und Freundin von Anne Klein, auch den neuen Preis vor. Er finanziert sich aus einer großzügigen Schenkung der Verstorbenen an die Heinrich-Böll-Stiftung und soll 2012 zum ersten Mal vergeben werden.


AutorIn: Ulrike Helwerth

Erstellt am: Dienstag 24. Mai 2011

Thema: Geschlechterdemokratie, Preise, Lesben, Antidiskriminierung





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