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Ich frage mich manchmal, ob Männer und Frauen wirklich zueinander passen. Vielleicht sollten sie einfach nebeneinander wohnen und sich nur ab und zu besuchen.

(Katherine Hepburn, 1907-2003, amerikanische Schauspielerin)

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Lohnfindung ist Schwerpunktthema 2012

Am 23. März 2012 ist Equal Pay Day in Deutschland. Der Tag wird unter dem Thema „Lohnfindung“ stehen. Wie kommen die unterschiedlichen Löhne und Gehälter zustande? Wer legt sie fest? Welche Rolle spielen dabei Tarifverträge und Tarifpartner? Darüber soll im Vorfeld der gemeinsamen Aktion bundesweit informiert und diskutiert werden. Über das Thema und das neue Konzept zum Equal Pay Day informierte eine Auftaktveranstaltung am 30. November in Berlin.

Geschlechtsspezifische Entgeltdiskriminierung mit und ohne Tarifverträge
In 67 Prozent der Unternehmen gab es im vergangenen Jahr keine Tarifverträge, das heißt Löhne und Gehälter werden zwischen Unternehmensleitung und ArbeitnehmerInnen direkt verhandelt. Dabei schneiden Frauen oft schlechter ab, vor allem, weil ihre Arbeitsleistungen von vornherein häufig niedriger bewertet werden. Aber auch da, wo Tarifverträge gelten, werden Tätigkeiten in typisch weiblichen Beschäftigungsbereichen schlechter bezahlt als in typisch männlichen. So werden Arbeiten im Baugewerbe deutlich höher vergütet als etwa im Pflegebereich - auch dann, wenn für die jeweiligen Tätigkeiten vergleichbare Qualifikationen (etwa eine dreijährige Fachausbildung), Berufserfahrungen und körperliche Belastungen vorliegen.

Forum löst nationales Aktionsbündnis ab

Vorgestellt wurde das Schwerpunktthema für den kommenden Equal Pay Day von der neu eingerichteten Bundesgeschäftsstelle Entgeltgleichheit. Diese wird sich ab sofort ganzjährig mit der Thematik beschäftigen – unterstützt vom Forum Equal Pay Day, in dem sich wechselnde AkteurInnen zusammenfinden. Das Forum löst das nationale Aktionsbündnis aus Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros, Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeber, Deutschem Frauenrat, Business and Professional Women Germany und Verband Deutscher Unternehmerinnen ab, das den Equal Pay Day in den vergangenen Jahren getragen hat.

Alle AkteurInnen an einen Tisch bringen

Die Bundesgeschäftsstelle Entgeltgleichheit wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Das Forum Equal Pay Day wolle alle wichtigen AkteurInnen an einen Tisch bringen und die Diskussion zu den Ursachen der Lohnlücke zwischen Frauen und Männern in die Gesellschaft bringen, so Staatssekretär Josef Hecken aus dem BMFSFJ zur Eröffnung der Auftaktveranstaltung. „Die Konferenz macht deutlich, an welchen Stellen wir ansetzen müssen, um gleiche Einkommensperspektiven für Frauen und Männer zu erreichen", sagte Henrike von Platen, Präsidentin der Business and Professional Women Germany, die die Equal Pay Day Aktivitäten weiterhin koordinieren.

In vier weiteren Foren soll das Thema Lohnfindung diskutiert und die konzertierte Equal Pay Day Aktion am 23. März 2012 befeuert werden.

Weitere Informationen:

www.equalpayday.de


AutorIn: Ulrike Helwerth

Erstellt am: Donnerstag 01. Dezember 2011

Thema: Entgeltgleichheit,





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