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Ich frage mich manchmal, ob Männer und Frauen wirklich zueinander passen. Vielleicht sollten sie einfach nebeneinander wohnen und sich nur ab und zu besuchen.

(Katherine Hepburn, 1907-2003, amerikanische Schauspielerin)

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(N)Onlineratlas 2011: Immer mehr Frauen im Internet unterwegs

Zwei junge Frauen liegen auf einer Wiese und halten ihre aufgeklappten Notebooks in die Luft

Online in allen Lebenslagen, Foto: Thomas Reimer/fotolia.com

Zwar klafft zwischen Internet-Nutzerinnen und Nutzern in Deutschland noch eine Lücke, aber sie wird über alle Altersgruppen hinweg kleiner. So waren in diesem Jahr fast drei Viertel der Bevölkerung online: 81 Prozent der Männer und fast 69 Prozent der Frauen. Damit betrug die geschlechtsspezifische Differenz rund 12 Prozent. Im Vorjahr lag sie noch bei fast 15 Prozent. Dies ist ein Ergebnis des Anfang Juli erschienenen (N)Onliner-Atlas 2011, der sich als „Topographie des digitalen Grabens durch Deutschland“ versteht.

Der Altersfaktor
Je älter die NutzerInnen sind, desto breiter ist dieser Graben. Während die ganz jungen Frauen zwischen 14 und 29 Jahren das Internet geringfügig häufiger nutzen als gleichaltrige Männer, verdoppelt sich der Abstand zwischen Männern und Frauen über dreißig nahezu mit jeder Altersdekade. Der breiteste Graben zieht sich noch immer durch die Altersgruppe der über Siebzigjährigen: Nur jede sechste Frau in diesem Alter nutzt das Internet, bei den Männern ist es jeder Dritte.

Dass die Internetnutzung der Gesamtbevölkerung insgesamt gestiegen ist, liegt vor allem an den Frauen der Generation fünfzig plus. In dieser Altersgruppe stieg die Nutzung bei Frauen um 4,5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr, bei den Männern nur um 0,8 Prozent.

Der Bildungsfaktor

Auch die formale Bildung entscheidet über das Nutzungsverhalten. Wobei dieser Zusammenhang bei Frauen stärker als bei Männern durchschlägt. Bei Schülerinnen und Schülern liegt die Online-Nutzung mit mindestens 97 Prozent in etwa gleich hoch. Kaum Unterschiede gibt es auch bei Frauen und Männern in den höchsten Bildungsgruppen (Abitur, Hochschulreife, Fachhochschule oder abgeschlossenes Studium). Doch in den unteren und mittleren Bildungsgruppen ist die geschlechtsspezifische Differenz erheblich. Sind von den Männern mit Volksschulabschluss rund 70 Prozent online, so sind es bei den Frauen der entsprechenden Gruppe 56 Prozent (mit Lehre) bzw. nur 40 Prozent (ohne Lehre).

Der Berufstätigkeitsfaktor

Berufstätigkeit ist ein weiterer Faktor: Während unter den Berufstätigen die Nutzungshäufigkeit von Frauen fünf Prozent niedriger als bei Männern liegt, fällt sie bei der Gruppe der Nicht-Berufstätigen, die allerdings sehr heterogen ist (RentnerInnen, Auszubildende, SchülerInnen, Studierende), deutlich höher aus: Hier ist nur jede zweite Frau im Internet unterwegs, während dies auf fast zwei Drittel der Männer zutrifft.

Für die elfte Ausgabe des (N)Onliner-Atlas wurden im Auftrag der Initiative D21 über 30.000 Interviews durchgeführt.

Der (N)Onliner-Atlas 2011 im Netz:
www.nonliner-atlas.de

Lesen Sie mehr zum Thema geschlechtsspezifische Nutzung des Internets in der neuesten Ausgabe von FrauenRat:
Öffnet externen Link in neuem FensterAm Draht - Neue Medien - neue Kommunikation?

Öffnet externen Link in neuem FensterFrauenRat 4/2011 - jetzt bestellen!


AutorIn: Nathalie Sopacua

Erstellt am: Freitag 12. August 2011

Thema: Internet, Kommunikation, Medien,





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