Inhalt Navigation Servicespalte


RSS | Drucken | Hilfe | Schriftgröße: A A A


Sie sind hier :  Start  /   Infopool  /   Informationen

Eine gescheite Frau hat Millionen geborener Feinde: alle dummen Männer.

(Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), österreichische Dichterin)

Weitere Meldungen

DF: Neuer Terminkalender [neu]

Mehr Informationen und Service möchte der Deutsche Frauenrat auch auf seiner Website bieten....

Unsere Zeitschrift

Die neueste Ausgabe mit ausgewählten Beiträgen.

2/2012 Care-Ökonomie

Wen kümmert's, wer sich kümmert?

Ein paar grüne Gummihandschuhe mit verziertem Bündchen

Ihre Einzelheftbestellung


Informationen

Ernüchternde Bilanz

Foto: Stephanie Hofschlaeger/www.pixelio.de

Die Privatwirtschaft hat in den vergangenen sieben Jahren nur wenig zur innerbetrieblichen Chancengleichheit von Frauen und Männern beigetragen. Das hat eine Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) von rund 16.000 Betrieben zum Ergebnis.

Das IAB attestiert der Privatwirtschaft auch für das Jahr 2008 eine dürftige Bilanz: „Der Anteil der Betriebe, die tarifliche, betriebliche oder freiwillige Vereinbarungen oder Initiativen anbieten, ist seit 2002 weitgehend konstant geblieben - auf niedrigem Niveau“, fassen die Autorinnen die Ergebnisse zusammen. Die freiwillige Vereinbarung zwischen Bundesregierung und den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft aus dem Jahr 2001 greift demnach offenbar zu kurz.

90 Prozent der Betriebe bleiben untätig

In rund 13 Prozent aller Betriebe der Gesamtwirtschaft mit mehr als zehn Beschäftigten existieren Maßnahmen, um die Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördern. Hier arbeiten fast ein Drittel (27%) der Beschäftigten. In der Privatwirtschaft mit gut 20 Prozent der Beschäftigten hat jedoch nur jeder zehnte Betrieb entsprechende Maßnahmen ergriffen. Drei Prozent von ihnen gaben an, betriebliche Vereinbarungen abgeschlossen zur haben, fünf Prozent haben entsprechende tarifliche Vereinbarungen getroffen, drei Prozent freiwillige Initiativen. Wie schon in den Jahren 2002 und 2004 engagierten sich auch 2008 insgesamt 90 Prozent der Betriebe überhaupt nicht.

Besonders aktiv in der Förderung von Gleichstellung sind vor allem Großbetriebe sowie Unternehmen im Kredit- und Versicherungsgewerbe und im Sektor Erziehung und Unterricht - beides Branchen mit einem überdurchschnittlich hohen Frauenanteil. Ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Frauenanteil und Gleichstellungsaktivitäten kann daraus jedoch nicht abgeleitet werden. Das zeigt sich etwa am Gesundheits- und Sozialwesen, wo mehr als drei Viertel der Beschäftigten Frauen sind, die aktive Förderung der Gleichstellung allerdings nur durchschnittlich ist. Gleiches gilt für die beiden Bereiche Gastgewerbe sowie Handel und Reparatur mit einem vergleichsweise hohen Frauenanteil (61% bzw. 48%).

Kaum gezielte Karriereförderung
Überwiegend engagieren sich Betriebe in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Hier hat sich auch seit 2004 spürbar etwas verändert: Während damals nur zwei Prozent der Betriebe angaben, selbst Kinderbetreuung anzubieten, waren es vier Jahre später sechs Prozent. Fast verdoppelt hat sich gar der Anteil von Betrieben, die mit ihren Beschäftigte in der Elternzeit den Kontakt halten.
Weniger rühmlich ist es dagegen um die aktive Förderung des weiblichen Nachwuchses bestellt: Nur jeder 20. Betrieb bietet etwa Mentoringprogramme oder eine gezielte Karriereplanung für Frauen an (2004: 4%).

Bereits zum dritten Mal seit 2002 nimmt das IAB-Betriebspanel die Chancengleichheit aus betrieblicher Sicht unter die Lupe. Nicht erfasst werden hier allerdings die Qualität, die Reichweite und die Inhalte der Vereinbarungen und Initiativen sowie deren konkrete Umsetzung innerhalb der Betriebe.

Öffnet externen Link in neuem FensterDer IAB-Kurzbericht 26/2009 als Download (PDF, 761 KB)




AutorIn: Nathalie Sopacua

Erstellt am: Dienstag 24. November 2009

Thema: Gleichstellung, Privatwirtschaft,





DF-Internet: Suche

Die Suche erfolgt im Infopool des DF.

detailierte Suche...

DF-Newsletter: Abo

Informiert bleiben: der DF-Newsletter.

DF-Presseverteiler: Abo

Informiert bleiben: der DF-Presseverteiler.

DF-Quick Link

Bitte geben Sie hier Ihren Quick Link-Code ein.

Was sind Quick Links?


Deutscher Frauenrat
Lobby der Frauen - Bundesvereinigung von Frauenverbänden und gemischter Verbände in Deutschland e.V.

Axel-Springer-Str. 54a, 10117 Berlin | Tel. 030 - 204569-0 | Fax 030 - 204569-44 | www.frauenrat.de


zum Seitenanfang