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dbb-Frauen: Aufruf zur Online-Aktion gegen Entgeltdiskriminierung
"Im öffentlichen Dienst klaffen die Einkommen von Männern und Frauen um acht Prozent auseinander, obwohl die Löhne tarifiert sind und die Beamtenbesoldung gesetzlichen Tabellen folgt", sagte Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung am 25. Februar. Mit einer Online-Postkartenaktion wollen die dbb-Frauen in den nächsten Wochen die Aufmerksamkeit auf den Gender Pay Gap im öffentlichen Dienst lenken.
Die Ursachen für den Gender Pay Gap sind nach Einschätzung von Wildfeuer hinlänglich bekannt. Neben der Hauptverantwortung für Pflege und Kinder hätten Frauen im öffentlichen Dienst auch aus anderen Gründen das Nachsehen: So warteten Teilzeitkräfte, die zu über 80 Prozent weiblich sind, länger auf eine Beförderung in eine höhere Entgeltstufe als Vollzeitbeschäftigt, sagte die Vorsitzende. Auffällig sei zudem, dass Beschäftigte in frauendominierten Berufsgruppen grundsätzlich niedriger eingruppiert seien als Beschäftigte in eher männertypischen Berufen.
Das Übel "Gender Pay Gap" endlich bei den Wurzeln zu packen - dafür will die dbb bundesfrauenvertretung mit der Online-Protestaktion werben. Unter dem Motto "Frauen verdienen weniger Geld. Wer sonst?" protestieren weibliche Beschäftigte im Internet für eine geschlechtergerechte Bezahlung im öffentlichen Dienst. Bis zum bundesweiten Equal Pay Day am 25. März können die elektronischen Postkarten über die Homepage
www.frauen.dbb.de verschickt werden.
Anlass für die Protestaktion gibt der Equal Pay Day, der am 25. März 2011 stattfindet. Der bundesweite Aktionstag markiert den Entgeltunterschied zwischen den Geschlechtern in Deutschland als den Zeitraum, den Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssten, um auf das durchschnittliche Vorjahresgehalt von Männern zu kommen.
Aktuellen Berechnungen zufolge beläuft sich der Gender Pay Gap, das heißt der prozentuale Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern, auf 23 Prozent. Im öffentlichen Dienst wird der Verdienstunterschied zwischen den Geschlechtern auf acht Prozent zu Ungunsten der weiblichen Beschäftigten beziffert.
Weitere Informationen:
Unterstützen Sie die dbb bundesfrauenvertretung! Versenden Sie bis zum 25. März 2011 Ihre persönliche Protestnachricht per Mausklick an Kollegen, Arbeitgeber, Kommunal-, Landes- und auch Bundespolitiker, um auf die in den Bezahlsystemen der öffentlichen Verwaltungen versteckten Benachteiligungen weiblicher Beschäftigter aufmerksam zu machen.
Erstellt am: Donnerstag 03. März 2011
Thema: Entgeltgleichheit,



