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Solange es Gewalt gegen Frauen und Mädchen gibt, brauchen wir Frauenhäuser
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert eine bundeseinheitliche Finanzierung der rund 400 Frauenhäuser in Deutschland und deren langfristige Absicherung.
Hierauf müsse die nächste Bundesregierung hinwirken, so die SoVD-Bundesfrauensprecherin Edda Schliepack. Denn "solange es Gewalt gegen Frauen und Mädchen gibt, brauchen wir Frauenhäuser."
Viel genutzte Anlaufstellen
Jährlich nutzen mehr als 40 000 Frauen mit ihren Kindern diese ersten Anlaufstellen. 40 Prozent der Frauen über 16 Jahre haben körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren, mehr als die Hälfte der Frauen haben unterschiedliche Formen von sexuellen Belästigungen erlebt. 42 Prozent aller Frauen waren psychischer Gewalt ausgesetzt.
Ungesicherte Finanzierung
Problematisch ist jedoch die Finanzierung der Frauenhäuser. Der Anteil der Landesförderung in den Bundesländern ist sehr unterschiedlich. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Förderung. So ist nur die Förderung im Rahmen verfügbarer Haushaltsmittel in Form von freiwilligen Zuwendungen möglich. In einigen Ländern sind sogar Eigenmittel für die Gewährung von Förderzuschüssen erforderlich.
Kürzung von Zuschüssen
75 Prozent der Frauenhäuser erhalten von den Kommunen freiwillige Leistungen als Festbetrags- oder auch als Fehlbetragsfinanzierung, die jährlich neu beantragt werden müssen. Inzwischen ist auch zu beobachten, dass die Zuschüsse für die Frauenhäuser still und leise gekürzt werden.
"Wir brauchen deshalb eine bundeseinheitliche Regelung, beispielsweise durch eine Vereinbarung zwischen den Ländern. Die Frauenhäuser brauchen endlich Planungssicherheit," so Schliepack.
CDU und SPD-Fraktionen bestätigen Unverzichtbarkeit
Die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD hatten im Juni diesen Jahres erklärt, dass Frauenhäuser "unverzichtbare Einrichtungen für Opfer häuslicher Gewalt" sind.
Der SoVD ist Mitglied des Deutschen Frauenrates.
Erstellt am: Freitag 28. August 2009
Thema: Gewalt, Frauenhäuser, Sozialpolitik,



