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Zentraler Notruf für Frauen lässt auf sich warten
Frühestens Ende 2012 soll das angekündigte bundesweite Hilfstelefon ”Gewalt gegen Frauen“ freigeschaltet werden. Das kündigte die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Große Anfrage der Fraktion Die Linke (17/5069) an.
Das Hilfetelefon solle ein niedrigschwelliges, qualifiziertes Erstberatungs- und Weitervermittlungsangebot für Frauen in allen Gewaltsituationen, deren soziales Umfeld und die Öffentlichkeit sein, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/6685). In dem Schreiben heißt es weiter, das Hilfetelefon ergänze das bestehende Hilfesystem und schaffe gewaltbetroffenen Frauen einen besseren Zugang zu den bestehenden Einrichtungen vor Ort.
Laut Bundesregierung gibt es in Deutschland derzeit über 330 Frauenhäuser und ungefähr 60 Frauenschutzwohnungen, die etwa 7.000 Plätze für Frauen und deren Kinder anbieten. Um noch genauere Kenntnisse über die bestehende Angebotsstruktur, deren Finanzierung und Auslastung zu bekommen, will die Bundesregierung unter Federführung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend voraussichtlich zum Jahreswechsel 2011/2012 einen umfassenden Bericht vorlegen.
DF sieht noch erheblichen Handlungsbedarf
In seiner
Stellungnahme zum Referentenentwurf der Bundesregierung für ein Hilfetelefongesetz hat der Deutsche Frauenrat (DF) bereits im Mai diesen Jahres die Einrichtung einer solchen Hotline ausdrücklich begrüßt. Gleichzeitig betonte die Frauenlobby den engen Zusammenhang zu notwendigen Folgemaßnahmen wie der Installation bzw. Aufrechterhaltung einer wirksamen bundesweiten Infrastruktur für von Gewalt betroffene Frauen, also Frauenhäusern, Frauenberatungsstellen, Interventionsstellen, Kooperations- und Vernetzungsstellen. „An dieser Stelle besteht noch erheblicher Handlungsbedarf des Staates, der nicht an Kompetenzzuweisungen scheitern darf“, warnte der DF.
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Erstellt am: Dienstag 23. August 2011
Thema: Hilfetelefon, Gewalt gegen Frauen,



