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Wenn man den weiblichen Verstand schärft, indem man ihn bildet, ist Schluss mit dem blinden Gehorsam.

(Mary Wollstonecraft (1739-1797), englische Schriftstellerin, Philosophin und Frauenrechtlerin)

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Wider die Geringschätzung weiblicher Arbeitskraft

Pflegerin hilft einem alten Mann beim Umgang mit einem roten Ball.

Altenpflege, Foto: AOK-Mediendienst

Beim diesjährigen Treffen des DF-Vorstandes mit den Präsidentinnen bzw. Vorsitzenden seiner Mitgliedsverbände stand das Thema "Aufwertung frauentypischer Berufe" im Mittelpunkt.

Die Veranstaltung am 29. Mai wurde thematisch von Angelika Puhlmann eröffnet, der stellvertretenden Abteilungsleiterin im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn. Die Referentin zeigte in ihrem Vortrag und am Beispiel sozialer Berufe auf, wie einer hohen ideellen Wertschätzung sogenannter helfender Berufe in der Realität eine soziale und vor allem ausgeprägt materielle Geringschätzung derjenigen gegenübersteht, die diese Berufe ausüben.

in einem weiteren Vortrag vertiefte Margret Urban, stellvertretende Präsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe das Thema, in dem sie am Beispiel der Medizinischen Fachangestellten beschrieb, wie sich über die Arbeitszeitgestaltung (Teilzeit) und die Tarifpolitik in diesem fast ausschließlich von Frauen besetzten Berufszweig die Geringschätzung weiblicher Arbeitskraft manifestiert.

In einer anschließenden Diskussion ergänzten Teilnehmerinnen mit zahlreichen Erfahrungen aus ihren jeweiligen Berufsbereichen den forgesetzten Tatbestand der strukturellen Diskriminierung weiblicher Arbeitsleistung nicht nur im Erwerbsbereich sondern auch im unbezahlten privaten Bereich.

Rollenstereotype müssen überwunden werden

Von Seiten des Vorstandes wurde darauf hingewiesen, dass der Deutsche Frauenrat einen Spagat zu leisten hat zwischen den Anforderungen von Mitgliedsverbände, die den Frauenanteil in technischen Berufen steigern wollen und denen, die die sozialen Berufe vertreten und für deren Aufwertung kämpfen. Das zentrale gemeinsame Thema ist dabei die Überwindung von Rollenstereotypen, wie sie auch im Positionspapier des DF zur Entgeltgleichheit formuliert wird. Es darf nicht länger von "Männerberufen“ und  „Frauenberufen“ geredet werden. Alle Berufe, die technischen, die sozialen und alle anderen sind für die Gesellschaft gleichermaßen wichtig. Das Recht auf freie Berufswahl muss mit der gleichen Bezahlung für gleichwertige Arbeit einhergehen.

Weitere Informationen:

Leitet Herunterladen der Datei einFrauen brauchen mehr Wert
Vortrag von Angelika Puhlmann
als Download (PDF, 48 KB)

Leitet Herunterladen der Datei einAufwertung frauentypischer Berufe
Vortrag von Margret Urban
als Download (PDF, 580 KB)

Leitet Herunterladen der Datei einEntgelt – gleich!
Positionspapier des Deutschen Frauenrates zur geschlechtergerechten Entlohnung
als Download (PDF, 52 KB)


AutorIn: Ulrike Helwerth

Erstellt am: Dienstag 06. Juli 2010

Thema: Frauenberufe, Rollenbilder, Entgeltgleichheit,





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