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HPV-Impfung: informiert entscheiden

Spritze mit Impfbuch

Seit September 2006 gibt es in Deutschland eine HPV-Impfung. Sie wurde entwickelt, weil sich herausgestellt hat, dass Gebärmutterhalskrebs so gut wie immer eine HPV-Infektion vorausgeht. Insofern ist die Impfung keine Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs, sondern gegen eine Infektion durch bestimmte HP-Viren.

Seit Anfang des Jahres mysteriöse Todesfälle Schatten auf die HPV-Impfung warfen, ist die Impfung in die Kritik geraten und es herrscht Irritation: Eigentlich soll die derzeit flächendeckend erfolgende Impfung gegen den lebensgefährlichen Gebärmutterhalskrebs vorbeugen.

Mindestens 700.000 Frauen und Mädchen wurden bisher in Deutschland und Österreich gegen den HPV-Virus zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs geimpft. Die Impfung, zu der vor allem Mädchen ab 12 Jahren vor dem ersten Geschlechtsverkehr geraten wird, ist für Frauen und Mädchen zwischen 16 und 26 Jahren sowie für Kinder und Jugendliche beider Geschlechter zwischen 9 und 15 Jahren zugelassen.

Bremen legt Entscheidungsgrundlage vor

Eine Grundlage für eine „informierte Entscheidung“ für oder gegen die HPV-Impfung kommt jetzt aus Bremen aus dem Hause der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales. Dort wurde eine gemeinsame Erklärung von Ärzteverbänden, Gesundheitsbehörden und Gleichstellungsstelle zur HPV-Impfung und zur Verhinderung von Gebärmutterhalskrebs herausgegeben.

Das Papier beschreibt den aktuellen Kenntnisstand über Humane Papillom-Viren (HPV) und das Risiko, durch eine Infektion mit HPV an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Ziel der Erklärung ist die Information über HP-Viren, die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs sowie die Impfung und ihre bisher bekannten Folgen – eine Empfehlung zur Impfung enthält die Erklärung nicht.

„Die Stellungnahme soll Frauen und Mädchen eine informierte Entscheidung ermöglichen, ob sie sich gegen Humane Papillom-Viren impfen lassen wollen“, so Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter.(GK)


Die gemeinsame Erklärung von der Bremer Ärztekammer, den Berufsverbänden der Haus-, Kinder- und Frauenärzte, der Gesundheitsämter in Bremen und Bremerhaven, der Gesundheitssenatorin sowie der Bremische Zentralstelle zur Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF) zur HPV-Impfung und zur Verhinderung von Gebärmutterhalskrebs
(pdf, )

Zum Weiterlesen:

Arbeitskreises Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V.:
HPV – Impfung, eine Entscheidungshilfe (Flyer zum Download)



 

Erstellt am: Dienstag 15. Juli 2008

Thema: Gesundheit , Bioethik,





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