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Deutscher Frauenrat bei Bundespräsident Horst Köhler
Armut in Deutschland, Integration und Bildung – dies waren nur einige der Themen, die bei einem Gespräch mit Bundespräsident Horst Köhler und dem Vorstand des Deutschen Frauenrates am 30. Juni 2008 im Mittelpunkt standen.
Die Vertreterinnen des Deutschen Frauenrates bezogen sich in ihren Beiträgen vor allem auf die letzte Berliner Rede des Bundespräsidenten, in der er den gleichberechtigten Zugang aller Bevölkerungsschichten zu Bildung eingefordert hatte und erwähnte, dies sei eine der wirksamsten Präventionsmaßnahmen gegen Armut und Diskriminierung.
Der Vorstand des Deutschen Frauenrates bestätigte dies und wies gleichzeitig darauf hin, dass es von zentraler Bedeutung sei, die verschiedenen Ursachen für die zunehmende Armut im Zusammenhang zu betrachten. Dazu gehört es auch, Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern zu schaffen, aus Sicht des Deutschen Frauenrates ein weiteres wichtiges Instrument, der Frauenarmut entgegen zu wirken.
Bundespräsident mahnt Männer zur Rollenänderung
Der Vorstand betonte, dass Frauenarmut nach wie vor bestehe sei umso unverständlicher, als bekanntlich Mädchen und junge Frauen die besseren Schul- und Universitätsabschlüsse vorweisen könnten und dennoch immer noch an die berühmte gläserne Decke stießen.
Bundespräsident Köhler wies in dem Gespräch darauf hin, dass weitere Erfolge bei der Gleichstellung auch das Engagement der Männer verlange und damit ihre Bereitschaft, eigene Rollenbilder und Verhaltensweisen zu ändern.
Köhler lobt Frauenverbände für Engagement bei der Integration
Die Vertreterinnen des Deutschen Frauenrates bedankten sich beim Bundespräsidenten für die in der Berliner Rede vorgenommene Ausweitung des Integrationsbegriffs – Integration gelinge, wenn mehr als bisher deutlich werde, dass Integration keine Einbahnstraße sei und nicht allein eine Frage, die sich im Zusammenhang mit Menschen nichtdeutscher Herkunft stelle. Der Bundespräsident zeigte sich erfreut, dass die Frauenverbände der Frage der Integration eine so hohe Bedeutung zumessen.
Das einstündige Treffen endete mit der Verabredung, miteinander im Gespräch zu bleiben. (GK)
Erstellt am: Montag 07. Juli 2008
Thema: Gleichstellungspolitik,



