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Niveaulos und langweilig ...
... statt „hart aber fair“. Das war die gleichnamige ARD-Sendung am 11. Juni, bei der es um das Thema „50 Jahre Gleichberechtigung“ ging. So lautete das Urteil vieler ZuschauerInnen. Sie bedauerten außerdem, dass Talkgast Brunhilde Raiser, Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, es bei diesem Anlass mit einer Riege unbedarfter bis unsäglicher MitdiskutantInnen und einem weitgehend uninteressierten Moderator aufnehmen musste.
Der Demokratische Frauenbund, Mitgliedsverband des DF, schrieb daraufhin Frank Plasberg und seinem Redaktionsteam. In diesem Brief heißt es u.a.:
„Im Vergleich zu vorangegangenen Sendungen fiel zum Beispiel auf, dass auf eine hochrangige Besetzung der Gäste - ansonsten nehmen häufig Minister, Generalsekretäre und Parteivorsitzende in Ihrem Studio Platz - bei diesem hochpolitischen aktuellen Reizthema verzichtet wurde. Die Vorsitzende des Deutschen Frauenrates konnte sich nur sehr bedingt "auf gleicher Augenhöhe" mit den Mitdiskutierenden auseinandersetzen – was nicht an ihrer Fachkenntnis und Qualität lag. Das dürftige Argumentationsniveau der überwiegenden Zahl der Mitdiskutierenden tat dem Thema und der Sendung einen deutlichen Abbruch. Müssen wir annehmen, dass dies zugleich den Stellenwert dokumentiert, den die Redaktion diesem Thema beimisst?“ Und: „Die Fragestellungen des Talkmasters ließen Witz, Biss und Temperament, die bei "Hart aber fair" ansonsten anzutreffen sind, vermissen und wurden mit an alten Klischees orientierten und zudem langweiligen Einspielungen visuell unterfüttert. Fazit: Die Sendung stellte viele falsche Fragen und wurde daher zutreffend als langweilig und ärgerlich empfunden.“
Lesen Sie weiter:
Brief des Demokratischen Frauenbundes an „hart aber fair“
Lesen Sie dazu auch in Spiegel-online:
Rückkehr ins Neandertal
Testosteron-Talk bei "hart aber fair"
Sendung „hart aber fair“ vom 11.6. online noch einmal ansehen.
Erstellt am: Donnerstag 26. Juni 2008
Thema: Gleichstellungspolitik, Medien,Medienpolitik,



