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Wir sollten die Begriffsverwirrung endlich richtigstellen: Frauen haben genug Arbeit. Was ihnen fehlt, ist bezahlte und qualitativ zumutbare Arbeit.

(Marieluise Beck, grüne Politikerin, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2002-2005))

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(N)Onliner-Atlas 08: Gendergap wieder tiefer

Frau mit Laptop und Kaffeetasse im Garten

Beim Zugang zum Internet in Deutschland hat sich 2007 die Schere zwischen Männern und Frauen und zwischen Ost und West wieder leicht geöffnet. Der Anteil der männlichen Neunutzer ist im Gegensatz zu den weiblichen überdurchschnittlich gestiegen. Das hat der (N)Onliner-Atlas 2008 ergeben, der am 24. Juni in Berlin vorgestellt worden ist. Seit 2001 dokumentiert die Initiative D 21 mit dem Atlas die Internetnutzung in Deutschland. Die Sonderauswertung der Studie beschäftigt sich diesmal mit dem Online-Banking.

72,4 Prozent der Männer (2007: 67,1 %) und 58,3 Prozent der Frauen (2007: 53,8 %) sind online oder insgesamt zwei Drittel (65,1 %) der über 14-Jährigen in Deutschland. Zahlenmäßig sind das 42,2 Millionen Menschen. Mit seiner Online-Quote liegt Deutschland im europäischen Vergleich gemeinsam mit Großbritannien an achter Stelle, erläuterte Robert Wieland, Geschäftsführer der TNS Infratest GmbH, die die Erhebung zum (N)Onliner-Atlas durchgeführt hat. An vorderster Stelle rangieren die skandinavischen und die Benelux-Länder.

Gezielte Angebote für ältere Frauen fehlen

Dabei ist die Schere zwischen den Geschlechtern wieder größer geworden, vor allem bei den über 30-Jährigen ein. Bei der Generation 50plus wächst der Unterschied auf mehr als zehn Prozent. Am seltensten sind die über 70-jährigen Frauen im Internet vertreten: Nur eine von zehn Seniorinnen geht online, während ihre männlichen Altersgenossen sich dreimal häufiger in das Internet einwählen.

Dass die über 50-jährigen Frauen in Sachen Online-Zugang so benachteiligt sind, ist für die Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Technik – Diversity – Gender, Birgit Kampmann, Anlass zur Sorge. Sie beklagte, dass es seit 2005 keine gezielten Angebote mehr gebe, um diese Generation von Frauen für das Internet zu erwärmen. Dabei sprach sich Kampmann dafür aus, stärker informelle Vermittlungswege wie den persönlichen Kontakt zu nutzen.

Online-Banking: Sicherheit und Datenschutz am wichtigsten

Im Rahmen des (N)Onliner-Atlas 2008 hat die TNS-Infratest GmbH im Auftrag der Fiducia IT AG die Sonderstudie „Online-Banking – Mit Sicherheit!“ durchgeführt. Danach ist für Bank-KundInnen unabhängig von Bildung und Geschlecht am wichtigsten, dass Sicherheit und Datenschutz stimmen. Dagegen spielen Schnelligkeit und Bequemlichkeit eine deutlich geringere Rolle. Frauen sind am anspruchsvollsten, wenn es um das Online-Banking geht: Sie sind nicht nur sicherheitsbewusster, sondern auch vorsichtiger mit ihren Daten. (von Anke Wilde)


(N)Onliner-Atlas 2008

Sonderstudie Online-Banking


 

Erstellt am: Mittwoch 02. Juli 2008

Thema: Medien,Medienpolitik,





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