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Redaktion der indischen Frauenzeitschrift „Manushi“ im Hungerstreik
Der Journalistinnenbund (JB) ruft zur Protestaktion gegen Menschenrechtsverletzungen in Indien auf. In Delhi ist die Redaktion der indischen Frauenzeitschrift ‚Manushi’ in unbefristeten Hungerstreik getreten, um weltweit gegen die staatlich geduldete gewaltsame Vertreibung von Händlerinnen und Händlern vom Nehru-Platz zu protestieren.
Die Chefredakteurin des Blattes - die Frauen- und Menschenrechtlerin Madhu Kishwar, die im vorigen Jahr schon bei einem Deutschlandbesuch auf Menschenrechtsverletzungen ihres Landes hinwies – sucht mit dieser verzweifelten Aktion nun nach Unterstützung ihres Kampfes. Sie hat mitgeteilt, dass sie und ihre Mitarbeiterinnen ihren Hungerstreik gemeinsam mit den betroffenen Händlern notfalls bis zum Tode durchführen wollen.
Protest gegen Säuberungsaktionen
Der Journalistinnenbund (JB) hat zur Solidarität mit den indischen Journalistinnen aufgerufen und möchte eine möglichst große Öffentlichkeit für die Vorgänge in Indien herstellen. Madhu Kishwar hat in ihrer Zeitschrift schon seit Jahren über Säuberungsaktionen gegen Händlerinnen und Händler berichtet, an denen ihren Berichten zufolge auch die indische Polizei sowie Behördenvertreter beteiligt waren. Zeitweise musste sie das Erscheinen des Blattes einstellen, weil die gesamte Redaktion massiv bedroht wurde. Sie steht jetzt in direkter nachrichtlicher Verbindung mit dem JB-Mitglied Sibylle Plogstedt, deren Bericht sie weiter unten lesen können.
Der Deutsche Frauenrat unterstützt die Aktion seines Mitgliedsverbandes und den Aufruf des JB, Madhu Kishwar in ihrem Kampf auch durch einen Protestbrief an den indischen Botschafter sowie durch Verbreitung einer international anlaufenden Unterschriftaktion beizustehen:
Links zur Unterstützung der Frauenzeitschrift Manushi’:
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Spenden und aktuelle Informationen
Chefredakteurin der indischen Frauenzeitschrift ‚Manushi’ im Hungerstreik.
Verzweifelte Aktion gegen Korruption und die gewaltsame Vertreibung von Händlern und Händlerinnen in Delhi / Von Sibylle Plogstedt
Erstellt am: Freitag 13. Juni 2008
Thema: Menschenrechte, Migration


