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In der Theorie sind die Genossinnen schon gleichberechtigt, in der Praxis aber hängt der Philisterzopf den männlichen Genossen noch ebenso im Nacken wie dem ersten besten Spießbürger.

(Clara Zetkin, deutsche Sozialistin, Kommunistin, Frauenrechtlerin (1857-1933))

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dbb-Umfrage: Wer für die Familie pausiert, verliert

Handschlag zwischen Arbeitnehmerin und Arbeitgeberin

Job bekommen, Foto: contrastwerkstatt/fotolia.com

Im Vorstellungsgespräch dürfen ArbeitgeberInnen nicht nach der Familienplanung fragen. So sieht es das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vor. Und viele BerufsberaterInnen und Jobcoachs raten Bewerberinnen stark davon ab, dieses Thema frühzeitig anzusprechen. Aber wann ist eigentlich ein guter Zeitpunkt?

Karrierekiller Kinder
Viele Arbeitnehmerinnen haben große Scheu davor, ihre Familienwünsche gegenüber ihren Vorgesetzten zu äußern. Die meisten warten bis zur letzten Minute, wenn eine Schwangerschaft nicht mehr zu übersehen, der Elterngeldantrag längst ausgefüllt und das Kinderzimmer eingerichtet ist. Die Angst, eine Familie könne den beruflichen Status unwiederbringlich schädigen, dominiert. Denn noch immer gilt die ungeschriebene Regel: Wer für die Familie pausiert, verliert – Ansehen, Aufstiegschancen und auf lange Sicht vor allem auch Einkommen oder gar den Job. Aber wie kommen wir heraus aus diesem Dilemma?

Ganz oben auf der Wunschliste: verständnisvolle Vorgesetzte und Arbeitsplatzsicherheit

Um die Probleme und Wünsche im öffentlichen Dienst beschäftigter Frauen konkreter kennenzulernen, hat der dbb eine forsa-Umfrage in Auftrag gegeben: Was wünschen sich Arbeitnehmerinnen hinsichtlich einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf von ihrem Arbeitgeber/ihrer Arbeitgeberin?

Befragt wurde eine repräsentative Anzahl Arbeitnehmerinnen unter 50 Jahren mit Kindern. Am häufigsten - von 86 Prozent der Befragten – wurde der Wunsch nach verständnisvollen Vorgesetzten geäußert. Gefolgt von Arbeitsplatzsicherheit (84 Prozent) und flexiblen Arbeitszeiten (83 Prozent). Auf die Frage nach konkreten Verbesserungsvorschlägen wünschten sich die Befragten vorrangig Betreuungsgeldzuschüsse, mehr Hilfe bei der Organisation von Betreuungsplätzen für Kinder, aber auch Heimarbeitsplatzlösungen und die Möglichkeit, Auszeiten für pflegebedürftige Angehörige zu nehmen.

Weitere Informationen:

www.frauen.dbb.de


AutorIn: Ulrike Helwerth

Erstellt am: Montag 24. Oktober 2011

Thema: Vereinbarkeit, Familienplanung,





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