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Glaube nicht: Es muss so sein, weil es nie anders war. Unmöglichkeiten sind Ausflüchte für sterile Gehirne. Schaffe Möglichkeiten!

(Hedwig Dohm, deutsche Schriftstellerin und Publizistin, 1831-1919)

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Green Economy: Gender_Gerecht

Baum, dessen Blattwerk aus einem Zahnräderwerk besteht

Grüne Ökonomie wird eines der beiden Schwerpunktthemen beim Rio+20-Nachhaltigkeitsgipfel sein, der im Mai 2012 stattfinden soll. Was aber steckt hinter dem Schlagwort „Green Economy“? Wie denken Frauen über die unterschiedlichen Konzepte? Welche Prinzipien sind für geschlechtergerechtes Wirtschaften maßgeblich? Und wie kann ein entsprechender gesellschaftlicher Wandel erreicht werden?

Mit diesen und weiteren Fragen startete das Projekt „Green Economy: Gender_Gerecht“ im Frühjahr 2011. In Kooperation mit dem Deutschen Frauenrat, dem Frauenpolitischen Rat Brandenburg, der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland und dem Verband Deutscher Unternehmerinnen ruft genanet (Leitstelle Gender, Umwelt, Nachhaltigkeit) Frauen und deren Organisationen dazu auf, sich an den Debatten über eine Green Economy zu beteiligen.

Debatte auf  breite Basis stellen

Um diese Diskussionen auf den Weg zu bringen, wurde ein Eckpunktepapier erarbeitet. Es soll Grundlage für die Meinungsbildung sein und dazu anregen, Forderungen zu entwickeln. Dieses Papier wird auf vielen Veranstaltungen vorgestellt und diskutiert werden. Bis 2012 soll eine Vielzahl an Stellungnahmen und Anregungen vorliegen.

Parallel wird auf der Webseite von Öffnet externen Link in neuem Fenstergenanet monatlich eine kleine Umfrage durchgeführt, an der sich alle beteiligen können, die sich (noch) nicht in tiefere Diskussionen begeben wollen. Hier werden nach und nach Fragen gestellt, die dabei unterstützen sollen, die Inhalte einer geschlechtergerechten grünen Ökonomie zu fokussieren. Weiterhin werden dort Hintergrundinformationen mit Daten und Fakten zum Arbeitsmarkt der Green Economy und zum Konsum zusammengestellt. Sie sollen verdeutlichen, wie stark diese beiden Bereiche durch die Dimension Geschlecht bestimmt werden. Hier finden sich auch das Diskussionspapier, Hinweise auf Veranstaltungen und weitere Veröffentlichungen.

Aus den Diskussionen und Befragungen soll schließlich eine umfassende Version des jetzt noch vorläufigen Papiers „Eckpunkte für eine geschlechtergerechte Green Economy“ erstellt werden, das in den internationalen Prozess Rio+20 eingespeist und die Debatten der internationalen Frauenbewegung bereichern soll.

Green Economy beschäftigt auch Deutschen Frauenrat

Im Rahmen dieser Debatten hat der Deutsche Frauenrat für seine Mitgliederversammlung 2011 einen Studienteil zum Thema geplant. Die Teilnehmerinnen werden sich den Aspekten widmen:

  • Care Economy als Zentrum einer nachhaltigen, geschlechtergerechten Ökonomie
  • Die Wirtschaft der Zukunft – grün und solidarisch
  • „Gutes Leben“ durch/trotz/mit Konsum?
  • Wie wir gesellschaftliche Veränderungen gestalten können – Instrumente des Transformationsprozesses

Eckpunkte aus jeder Arbeitsgruppe werden in ein Positionspapier einfließen, das noch auf der Mitgliederversammlung beschlossen werden soll.

Als Vorbereitung auf den Studienteil beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe von FrauenRat ebenfalls mit Öffnet externen Link in neuem FensterGreen Economy.

Das Projekt „Green Economy: Gender_Gerecht“ wird von einem Beirat aus Konsumexpertinnen und feministischen Ökonominnen begleitet, die es als Beraterinnen und Ideengeberinnen mitgestalten.

Unterstützt wird das Projekt vom Bundesumweltministerium und dem Bundesumweltamt.

Weitere Informationen:

www.genanet.de


AutorIn: Ulrike Helwerth

Erstellt am: Montag 17. Oktober 2011

Thema: Wirtschaft, Ökologie, soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit,





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