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Dänische EU-Ratspräsidentschaft: Europa bei der Arbeit nicht ohne die Frauen

Helle Thorning-Schmidt, dänische Ministerpräsidentin, und Außenminister Villy Søvndal, Foto: Dänisches Außenministerium
Zum Jahresanfang hat Dänemark von Polen die EU-Ratspräsidentschaft übernommen - und in seinem Arbeitsprogramm für die kommenden sechs Monate angekündigt, im Rat auch ein Augenmerk auf die Gleichstellung der Geschlechter zu haben.
Im Programm mit dem Titel
"Europa bei der Arbeit" haben sich die DänInnen unter Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt für den Themenbereich Gleichstellung folgende Schwerpunkte gesetzt:
Bericht zur Umsetzung der Pekinger Aktionsplattform in der EU
Seit 1999 wertet die Europäische Union die Maßnahmen aus, die in den Mitgliedstaaten und den europäischen Institutionen ergriffen wurden, um die zwölf Bereiche der Pekinger Aktionsplattform umzusetzen. Die dänische Ratspräsidentschaft will sich dabei fokussieren auf das Thema "Frauen und Umwelt" und hierbei besonders auf "Geschlecht und Klimawandel". Sie will hierfür in enger Zusammenarbeit mit dem europäischen Gleichstellungsinstitut EIGE einen Bericht über die Umsetzung der Empfehlungen der Aktionsplattform erstellen.
Frauen als oberste Entscheidungsträgerinnen
Auch wenn EU und Mitgliedstaaten durchaus Fortschritte bei der Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt vorzuweisen hätten, gibt es aus Sicht der dänischen Ratspräsidentschaft noch Einiges anzupacken: So spiegle sich der steigende Frauenanteil bei Beschäftigung und Bildung nicht angemessen wider im Frauenanteil in Vorständen und Aufsichtsräten."Um das Ziel des integrativen Wachstums der Strategie EU2020 zu erreichen, muss darüber nachgedacht werden, wie Frauen als oberste Entscheidungsträgerinnen gefördert werden können", heißt es dazu auf der
Website der dänischen Ratspräsidentschaft.
Unter anderem wollen die DänInnen während ihrer Ratspräsidentschaft eine Diskussion im „Rat Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz“ (EPSCO) anstoßen, deren Ergebnisse in den Lagebericht zu Frauen in europäischen Vorständen und Aufsichtsräten der Europäischen Kommission einfließen sollen.
Der Deutsche Juristinnenbund (djb) zeigt sich optimistisch: "Europäische Kommission und dänische Präsidentschaft ziehen bezüglich des Ziels der Erhöhung des Anteils von Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten an einem Strang," so djb-Präsidentin Ramona Pisal, "weshalb ich zuversichtlich bin, dass in diesem Jahr ein Gesetzgebungsvorschlag präsentiert und mit dem notwendigen Nachdruck verhandelt wird."
Erstellt am: Dienstag 17. Januar 2012
Thema: EU, Gleichstellungspolitik,


