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Ich frage mich manchmal, ob Männer und Frauen wirklich zueinander passen. Vielleicht sollten sie einfach nebeneinander wohnen und sich nur ab und zu besuchen.

(Katherine Hepburn, 1907-2003, amerikanische Schauspielerin)

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Kommunalpolitik: Migrantinnen mischen in den Räten mit

Screenshot Studie "Vielfalt sucht Rat", Heinrich-Böll-Stiftung

Wenn es um die Repräsentanz von MigrantInnen in der kommunalen Politik geht, ist Deutschland ein Entwicklungsland. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Heinrich-Böll-Stiftung. Die gute Nachricht: Migrantinnen sind unter den Ratsmitgliedern proportional häufiger vertreten als Nichtmigrantinnen.

Laut Studie stellen MigrantInnen vier Prozent der Stadt- oder Gemeinderatsmitglieder in deutschen Großstädten. Angesichts der Tatsache, dass sie dort bereits bis zu ein Drittel der Bevölkerung ausmachten, könne von gelungener Integration noch lange keine Rede sein, so die AutorInnen.

Allerdings zeigt die Untersuchung auch: In den Reihen der migrantischen Ratsmitglieder ist der Anteil von Frauen (40 %) höher als der unter nichtmigrantischen Ratsmitgliedern (33 %). "Darstellungen der Frauen als besonders schlecht integriert werden hier widerlegt. Im Gegenteil ergreifen Migrantinnen die Chance zur Übernahme politischer Verantwortung“, heißt es dazu in der Studie.

Migrationspolitik eher nachrangig
Für Migrantinnen in den Räten ist das eigene politische Engagement seltener als für ihre Ratskollegen mit Migrationshintergrund vom Bedürfnis bestimmt, etwas für MigrantInnen erreichen zu wollen (28% der Frauen, 44% der Männer). Und nur knapp jede dritte Migrantin ist parallel zur Ratstätigkeit in einer MigrantInnenorganisationen engagiert – aber mehr als die Hälfte der Migranten.

Das Gros ist erwerbstätig
Als Kommunalpolitikerinnen fühlen sich die befragten Frauen mit Migrationshintergrund nicht weniger akzeptiert als die Männer. Allerdings berichten sie häufiger als ihre Ratskollegen von Problemen, das politische Mandat mit einer Ausbildung oder dem Beruf zu vereinbaren (44% der Frauen, 35% der Männer). Die Mehrheit der weiblichen Ratsmitglieder mit Migrationshintergrund ist erwerbstätig, nur jede zwanzigste kümmert sich ausschließlich um die Familie.

Die Studie Öffnet externen Link in neuem Fenster„Vielfalt sucht Rat. Ratsmitglieder mit Migrationshintergrund in deutschen Großstädten“ wurde im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung vom Göttinger Max-Planck-Institut erstellt.


AutorIn: Nathalie Sopacua

Erstellt am: Freitag 06. Januar 2012

Thema: Migrantinnen





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