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Hebammen: Gesundheitsminister Rösler lenkt ein

Am 26. November 2009 protestierten die Hebammen aus dem gesamten Bundesgebiet vor dem Reichstag und forderten bessere Einkommen- und Arbeitsbedingungen

Foto: Noel Tovia Matoff / Deutscher Hebammenverband

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat den Hebammen in Deutschland seine Unterstützung zugesichert. Nach einem Gespräch am 9. November kündigte Rösler den Hebammenverbänden gegenüber konkrete Schritte an.

Der Deutsche Hebammenverband zeigte sich mit dem Gespräch zufrieden. So will der Minister eine Studie finanzieren, bei der die Lage der Hebammenversorgung und deren Einkommenssituation ins Blickfeld gerückt werden. Für das Design der Studie sollen die Berufsverbände verantwortlich zeichnen.

Des Weiteren will der FDP-Minister eine Gesetzesänderung anregen, mit der die Kosten der Hebammen bei künftigen Vergütungsverhandlungen zwingend berücksichtigt werden sollen.

Hebammenverband rechnet bis Mitte 2011 mit Änderungen

Auch in anderer Hinsicht hat Rösler nach Angaben des Deutschen Hebammenverbandes seine Unterstützung zugesagt: Nach wie vor ist die Hebammenhilfe nicht im Sozialgesetzbuch (SGB) verankert, sondern noch immer in der Reichsversicherungsverordnung von 1911. Weil Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit nicht als gesunde, physiologische Ereignisse im SGB benannt seien, hätten sie in der aktuellen Überarbeitung des Präventionsleitfaden auch keine Berücksichtigung gefunden, bemängelt der Deutsche Hebammenverband. "Auch diese Themen haben wir besprochen. Minister Rösler hat auch hier Handlungsbedarf erkannt und seine Unterstützung zugesagt", so Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes.  "Wir werden jetzt auf der Arbeitsebene zeitnah weitere Termine vereinbaren und dann hoffen wir auf erkennbare Änderungen bis Mitte 2011", so die Präsidentin. 

Vor knapp einem Jahr hatte der Deutsche Hebammenverband 60.000 Unterschriften an Bundesgesundheitsminister Rösler überreicht. Verbunden damit war die Hoffnung, dass die schwarz-gelbe Regierung Rahmenbedingungen schaffen werde, damit Hebammen ihrem Versorgungsauftrag  gegenüber schwangeren Frauen und ihren Familien nachkommen können. Durch eine weitere Erhöhung der Haftpflichtprämie seit 1. Juli dieses Jahres hätten sich die Arbeitsbedingungen für freiberuflich tätige Hebammen mit Geburtshilfe derart verschlechtert, dass inzwischen weitere 10 Prozent der freiberuflichen Hebammen die Geburtshilfe aufgegeben hätten, berichtet der Hebammenverband.

Weitere Informationen:

Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.hebammenverband.de


AutorIn: Nathalie Sopacua

Erstellt am: Freitag 12. November 2010

Thema: Hebammen, Geburtshilfe, Bundesregierung, Frauengesundheit,





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