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Kampagne für mehr Sichtbarkeit von Frauen

Späte Ehrung für Harriet Tubmann

20-Dollarschein mit Foto von Harriet Tubman

So könnte der neue 20-Dollarschein aussehen.
Foto: Kampagne "Women on $20"

Erstmals soll in den USA eine Frau auf einem Dollarschein abgebildet werden. Ein entsprechender Gesetzesentwurf liegt vor. In einer Online-Befragung der Kampagne „Women on $20“ gewann die Bürgerrechtlerin Harriet Tubman.

Die ehemalige Sklavin Tubman gewann in der Abstimmung vor der früheren First Lady Eleanor Roosevelt und der Bürgerrechtlerin Rosa Parks. Insgesamt wurden über 600.000 Stimmen abgegeben.

 

Bekannteste Fluchthelferin
Tubman wurde 1920 geboren. Sie gilt als die bekannteste Fluchthelferin der Hilfsorganisation „Underground Railroad“, die versklavten SüdstaatlerInnen half, zu fliehen. Dafür kehrte Tubman nach ihrer eigenen Flucht mehrmals in die Südstaaten zurück. Des Weiteren war sie als Krankenpflegerin und Spionin im Amerikanischen Bürgerkrieg für die Nordstaaten tätig. Nach dem Krieg engagierte sie sich auch für Frauenrechte. Lange Zeit war sie in Vergessenheit geraten. Heute zählt sie zu den bekanntesten historischen Persönlichkeiten in den USA.

Bürgerrechtlerin statt Sklavenbefürworter auf Geldschein
Ersetzen soll Tubman auf dem 20-Dollarschein Andrew Jackson, der von 1829 bis 1837 Präsident der USA war und seinerseits die Sklaverei unterstützte. Der Entscheid liegt nun bei Finanzminister Jack Lew. Bislang gab es in den USA nur drei mit Frauenporträts geprägte Münzen.


Vergleichbare Initiative in England mit Hate Speech beantwortet

In Großbritannien setzt sich die Feministin und Journalistin Caroline Criado-Perez ebenfalls für mehr Frauenporträts auf Banknoten ein. Zunächst wollte sie verhindern, dass das Porträt von Elizabeth Fry auf den Fünfpfundnoten jenem von Winston Churchill weichen sollte. Daraufhin wurde sie über Twitter derart beschimpft, belästigt und bedroht, dass sie sich an die Polizei wandte. In der Folge kam es zu Festnahmen und Verhaftungen der TäterInnen.

Nachdem der Kurznachrichtendienst Twitter die Tweets, in denen der Journalistin etwa mit Vergewaltigung gedroht wurde, zunächst nicht sperrte, reagierten zahlreiche UserInnen mit einem Boykott des Nachrichtendienstes.


AutorIn: Christine Müller

Erstellt am: Freitag 29. Mai 2015

Thema: Frauenbewegung, Frauengeschichte, Internet, Gewalt gegen Frauen

Die verzeihlichste Sünde in unserer Gesellschaft ist die Unabhängigkeit der Gedanken.

(Emma Goldmann, US-amerikanische Friedensaktivistin, Feministin und Anarchistin, 1869-1940)