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ZDF-Urteil

DF fordert mehr Frauen in den Fernseh- und Rundfunkräten

Mikro mit orangefarbigem Windschutz mit Aufdruck ZDF

Das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichtes gegen zu viel parteipolitischen und staatlichen Einfluss auf das ZDF war Anlass für den Deutschen Frauenrat, die mangelhafte Beteiligung von Frauen in den Aufsichts- und Entscheidungsgremien der bundesweiten öffentlich-rechtlichen Medienanstalten zu kritisieren. In einem Schreiben an die politisch Verantwortlichen verlangt die Frauenlobby zukünftig eine angemessene Berücksichtigung.

„Dieses Urteil eröffnet aus unserer Sicht die Chance, Fraueninteressen in die Öffentlichkeits- und Medienpolitik der Sender besser als bisher einzubeziehen“,  sagte dazu die Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, Hannelore Buls. Da nach dem BVerfG-Urteil „nicht nur die Vorschriften zur Gremienbesetzung im ZDF-Staatsvertrag zu überarbeiten sind, sondern auch im Staatsvertrag für das Deutschlandradio und im Deutschen-Welle-Gesetz zu erkennen ist, dass die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen gar nicht oder nur unzulänglich befördert wird, richtet sich unser Anliegen an alle drei Einrichtungen,“ heißt es dazu im Brief von Buls.

DF fordert eigenen Sitz in Fernsehrat und Rundfunkräten
Konkret fordert die Frauenlobby ein bzw. zwei Sitze als gesellschaftlich relevante Gruppe „Frauen“ im Fernsehrat des ZDF und den Hörfunkräten des DeutschlandRadios und der Deutschen Welle. Außerdem seien die jeweiligen Staatsverträge und Gesetze für die Anstalten mit konkreten Vorschriften für die geschlechtergerechte Besetzung dieser Gremien auszugestalten. Für die Verwaltungsräte aller drei Anstalten sei dringlich eine Geschlechtermindestquote von 30 Prozent festzuschreiben, heißt es im Brief weiter.

Das Schreiben vom 28. März richtete sich an die Mitglieder des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien, die medienpolitischen SprecherInnen der Fraktionen und an die RundfunkreferentInnen der Länder. In einem weiteren Schreiben an die Vorsitzenden des Fernsehrates bzw. der Rundfunkräte und Verwaltungsräte der drei Anstalten warb Buls um Unterstützung des DF-Anliegens.

Weitere Informationen:

Der Brief an die politischen EntscheiderInnen im Wortlaut


AutorIn: Ulrike Helwerth

Erstellt am: Montag 31. März 2014

Thema: Medien Quote

Der reine Männerstaat ist das Verderben der Völker.

(Helene Weber, deutsche Politikerin, eine der vier "Mütter" des Grundgesetzes, 1881-1962)