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Dialogveranstaltung

G7: Merkel setzt auf mehr Frauen

Podium: Es spricht die Bundeskanzlerin, links neben ihr Bundesfrauenministerin Schwesig

Begrüßung des G7-Dialogforums mit Frauen
Foto: Bundesregierung/Kugler/123rf.com

Mehr Gleichberechtigung für Frauen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Das fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen mit 50 Frauen aus rund 30 Nationen, die sie im Rahmen der deutschen G7-Präsidentschaft am 16. und 17. September zu einem Dialogforum nach Berlin geladen hatte.

Als Schlüssel zum Erfolg sieht Merkel die Aus- und Weiterbildung von Frauen an. Deshalb habe man in Zusammenhang mit der deutschen G7-Präsidentschaft beschlossen, Investitionen in diesem Bereich in Entwicklungsländern zu steigern. Deutschland selbst sei beim Thema „Frauen in Führungspositionen“ nicht besonders fortgeschritten. Deshalb freue sie sich auf den Austausch mit Vertreterinnen von Ländern, die hier schon weiter vorangekommen seien, sagte Merkel bei der Begrüßung der Gäste. Zu ihnen zählten u.a. die jordanische Königin Rania, die liberianische Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf, die norwegische Premierministerin Erna Solberg und die Chefin des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen, Helen Clark.

 

Die Abschlusserklärung des Forums im Wortlaut:
„Wir, die Forumsteilnehmerinnen, fordern die G7 auf, Frauenthemen dauerhaft in ihre Agenda aufzunehmen und somit Entscheidungsprozesse in diesem Bereich zu verbessern. Wir fordern die zuständigen internationalen Organisationen auf, auf einen besseren Datenbestand sowie bessere Analysen und Indikatoren hinzuarbeiten."

Frauen in Führungspositionen stärken demokratische Grundsätze
"Wir erkennen an, dass Länder, in denen sich mehr Frauen in Wirtschaft, Zivilgesellschaft und politischen Parteien einbringen und dort auch Führungsaufgaben übernehmen, tendenziell inklusiver und demokratischer sind. Eine Stärkung der politischen Teilhabe von Frauen dient der Entfaltung demokratischer Grundsätze im öffentlichen Leben und der wirtschaftlichen Entwicklung einer Gesellschaft.

Die wirtschaftliche Teilhabe und Eingliederung von Frauen ist für die Stärkung des Wachstums und die Förderung der Weltwirtschaft von grundlegender Bedeutung. Um die Teilnahme von Frauen am wirtschaftlichen Leben voranzubringen, müssen alle einschlägigen Akteure tätig werden, auch in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft."

Regierungen müssen für Gleichstellung vorangehen
"Die Regierungen müssen im Bereich Gleichstellung vorangehen, um für die wirtschaftliche Teilhabe von Frauen umfassende Ansätze oder temporäre Maßnahmen wie Quotenmodelle umzusetzen, auch durch staatliche Unternehmen, den öffentlichen Dienst und öffentliche Auftragsvergabe."

Gewalt gegen Frauen entschlossen bekämpfen
"Gewalt gegen Frauen ist ein Menschenrechtsproblem epidemischen Ausmaßes und unterminiert ihre Teilhabe in allen anderen Bereichen. Wir bekräftigen unsere Entschlossenheit, zur Bekämpfung dieses Problems beizutragen“.


Weitere Informationen:

Zur Abschlusserklärung der Veranstaltung

90-minütiges Video der Veranstaltung


AutorIn: Christine Müller

Erstellt am: Montag 21. September 2015

Thema: Frauenförderung, Frauenpolitik, Frauenquote, Führungspositionen, Gewalt gegen Frauen und Kinder

Heutzutage reichen schon drei Mädels aus, um einen Preis zu erhalten, den sonst ein einzelner Mann bekommt.

(Gabi Bauer, deutsche Fernseh-Moderatorin bei der Verleihung des Hans-Joachim-Friedrich-Preises)