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Gewalt gegen Frauen

One Billion Rising am 14. Februar: Tanzen für Gerechtigkeit

One Billion Rising - Erheben gegen Gewalt gegen Frauen
/onebillionrisingforjustice.de

Gerechtigkeit steht im Zentrum der diesjährigen Kampagne „One Billion Rising". Weltweit rufen AktivistInnen für den 14. Februar wieder zu einem riesigen Massenprotest auf. Im vergangenen Jahr tanzten Millionen auf der ganzen Welt an V-Day, um damit gegen Gewalt gegen Frauen zu protestieren. Was für die einen der Valentinstag, ist für andere nun der Victory over-Violence Day.

Es passiere oft, dass Täter nicht zur Rechenschaft gezogen würden, begründet die Kampagnen-Initiatorin, Eve Ensler, das diesjährige Motto im Interview mit Brigitte.de. "Ein Grund dafür ist, dass sich die Frauen nicht trauen, ihre Geschichten zu erzählen - egal wo, ob in Deutschland, im Kongo oder den USA. Und wenn sie sich doch trauen, dann werden sie im Verlauf des Prozesses erneut vergewaltigt."

Gewalt gegen Frauen - Aktionen zeigen das Ausmaß
Schon jetzt zeigt die Bandbreite der geplanten Aktionen, wo Frauen überall Gewalt erfahren bzw. wo sie davon bedroht sind: So versammeln sich die Menschen in Bangladesch am 14. Februar, um die Politik zu Gesetzen zum Schutz von Frauen zu bewegen. In Los Angeles erheben sich Frauen und Männer, um auf Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe innerhalb des Militärs aufmerksam zu machen; unterstützt werden sie dabei von Gerichten und lokalen Polizeidienststellen. In Pakistan wollen die OrganisatorInnen mit einer V-Men-Kampagne Männer und Jungen dafür gewinnen, sich für die Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen aktiv einzusetzen. Im Sudan protestieren die TeilnehmerInnen für eine Gerichtsbarkeit und ein Rechtssystem, das Gerechtigkeit für Frauen gewährleistet.

Vom Valentinstag bleibt nur das "V"
Initiiert hat die Aktion im Jahr 2013 die US-amerikanische Künstlerin und Feministin Eve Ensler. Sie wurde unter anderem bekannt durch ihr Bühnenstück „Vagina-Monologe“, in dem auch Gewalt gegen Frauen thematisiert wird. Das Theaterstück inspirierte Ensler im Jahr 1998 dazu, den Valentinstag am 14. Februar umzuwidmen in den sogenannten V-Day, den Victory over Violence Day (Tag des Sieges über die Gewalt). Auslöser für "One Billion Rising" im vergangenen Jahr waren schließlich Äußerungen des republikanischen US-Abgeordneten Todd Akin im August 2012. Der Abtreibungsgegner hatte in einem Interview von „legitimer Vergewaltigung“ gesprochen. Ensler schrieb dem Republikaner daraufhin einen offenen Brief, indem sie ihre Abscheu und ihre Bestürzung über solcherlei Äußerungen öffentlich zum Ausdruck brachte.

Nach Angaben der Vereinten Nationen wird weltweit eine von drei Frauen im Laufe ihres Lebens geschlagen oder vergewaltigt. Das sind mehr als eine Milliarde Frauen und Mädchen.


Weitere Informationen:

One Billion Rising 2014


AutorIn: Nathalie Sopacua

Erstellt am: Dienstag 21. Januar 2014

Thema: Gewalt Vereinte Nationen

Die verzeihlichste Sünde in unserer Gesellschaft ist die Unabhängigkeit der Gedanken.

(Emma Goldmann, US-amerikanische Friedensaktivistin, Feministin und Anarchistin, 1869-1940)