Inhalt Navigation Servicespalte


RSS | Drucken | Hilfe | Schriftgröße: A A A


Sie sind hier :  Start  /   Presse  /   Pressemeldungen

Ich frage mich manchmal, ob Männer und Frauen wirklich zueinander passen. Vielleicht sollten sie einfach nebeneinander wohnen und sich nur ab und zu besuchen.

(Katherine Hepburn, 1907-2003, amerikanische Schauspielerin)

Weitere Meldungen

DF: Neuer Terminkalender [neu]

Mehr Informationen und Service möchte der Deutsche Frauenrat auch auf seiner Website bieten....

Unsere Zeitschrift

Die neueste Ausgabe mit ausgewählten Beiträgen.

2/2012 Care-Ökonomie

Wen kümmert's, wer sich kümmert?

Ein paar grüne Gummihandschuhe mit verziertem Bündchen

Ihre Einzelheftbestellung


Pressemeldungen

Berlin,  Donnerstag 01. Dezember 2011

Eine Kultur der Gleichstellung sieht anders aus

17/2011

Deutscher Frauenrat zu 10 Jahren Bundesgleichstellungsgesetz

Vor zehn Jahren, am 5. Dezember 2001, trat das Bundesgleichstellungsgesetz (BGleiG) in Kraft. Es soll in der Bundesverwaltung und den Gerichten des Bundes für die Gleichstellung von Frauen und Männern sorgen und bestehende und zukünftige Diskriminierungen verhindern. In Würdigung des BGleiG sagte die Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, Marlies Brouwers heute:

„Natürlich ist ein Gesetz besser als keines. Das sehen wir etwa beim Thema Frauen in Führungspositionen. Während in der ‚gesetzlosen‘ Privatwirtschaft Spitzenfrauen noch immer in homöopathischen Dosen vorkommen, sieht es in den Bundesverwaltungen deutlich besser aus. Aber besser heißt nicht gut. Nehmen wir zum Beispiel die 14 Bundesministerien: Sie werden derzeit von acht Ministern und sechs Ministerinnen geleitet, das entspricht einer Frauenquote von knapp 43 Prozent. Bei den Parlamentarischen StaatssekretärInnen kommen auf 21 Männer sechs Frauen (22,2 Prozent), bei den beamteten StaatssekretärInnen auf 19 Männer fünf Frauen (20,8 Prozent). Bei den Abteilungsleitungen ist das Missverhältnis noch größer, dort liegt der Frauenanteil deutlich unter zwanzig Prozent. Eine Kultur der Gleichstellung sieht anders aus.

Ein Gesetz kann nur so gut sein, wie die Bemühungen um seine Umsetzung hoch sind. Und da gibt es große Unterschiede: In einigen Bundesministerien sind zumindest die beiden obersten Leitungsebenen bereits weitgehend geschlechtergerecht besetzt, in anderen herrscht nach wie vor eine männliche Monokultur. Besonders beschämend ist, dass sich selbst das Bundesfrauenministerium zwei männliche Staatssekretäre leistet und nur eine der fünf Abteilungen von einer Frau geleitet wird.

Die gläserne Decke für Frauen kann nur von oben durchstoßen werden: Indem Chefs und Chefinnen mehr professionellen Ehrgeiz und Verantwortung für Gleichstellung entwickeln, Ziele vereinbaren und dafür sorgen, dass sie umgesetzt werden. Vor diesem Hintergrund ist auch die Forderung des Interministeriellen Arbeitskreises der Gleichstellungsbeauftragten der obersten Bundesbehörden nach einem Klagerecht gegen gleichstellungsfeindliche Personalmaßnahmen mehr als angemessen.

Wir wollen, dass aus einem gut gemeinten endlich ein wirkungsvolles Gesetz wird“, so die Vorsitzende der Frauenlobby, Marlies Brouwers.

Weitere Informationen:

Leitet Herunterladen der Datei einJetzt helfen nur noch Quoten und Sanktionen
Trotz jahrzehntelanger Fördermaßnahmen kommen Frauen im öffentlichen Dienst zu langsam nach oben 
In: FrauenRat 3/2011

 

Erstellt am: Donnerstag 01. Dezember 2011

 

Pressekontakt





DF-Internet: Suche

Die Suche erfolgt im Infopool des DF.

detailierte Suche...

DF-Newsletter: Abo

Informiert bleiben: der DF-Newsletter.

DF-Presseverteiler: Abo

Informiert bleiben: der DF-Presseverteiler.

DF-Quick Link

Bitte geben Sie hier Ihren Quick Link-Code ein.

Was sind Quick Links?


Deutscher Frauenrat
Lobby der Frauen - Bundesvereinigung von Frauenverbänden und gemischter Verbände in Deutschland e.V.

Axel-Springer-Str. 54a, 10117 Berlin | Tel. 030 - 204569-0 | Fax 030 - 204569-44 | www.frauenrat.de


zum Seitenanfang