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Pressemeldungen

Berlin,  Donnerstag 05. März 2009

Gemischte Führungsteams wirtschaften besser

02/2009

Deutscher Frauenrat fordert 40-Prozent-Quote für Aufsichtsräte.

Der Deutsche Bundestag berät heute den Antrag „Quote für Aufsichtsratsgremien börsennotierter Unternehmen einführen“. Der Deutsche Frauenrat unterstützt die von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eingebrachte Forderung mit einem Beschluss seiner Mitgliederversammlung von 2008, in dem ebenfalls eine gesetzliche Quotenregelung für Aufsichtsräte verlangt wird.

Der Deutsche Frauenrat fordert, dass Aufsichtsräte in deutschen Unternehmen bis spätestens in der übernächsten Legislaturperiode zu mindestens 40 Prozent mit Frauen besetzt werden sollen,  „denn die Aufsichtsgremien der hiesigen Unternehmen haben eine solche Umstrukturierung besonders nötig. Mit einem Frauenanteil von unter 10 Prozent leiden sie an männlicher Monokultur, die den Erfordernissen der modernen Weltwirtschaft nicht gerecht wird - und der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen schon gar nicht“, sagte die Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, Marlies Brouwers.

Darüber hinaus lägen hinreichende, auch wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse vor, dass Frauen in Entscheidungspositionen umsichtiger und weniger risikofreudig wirtschafteten und Unternehmen mit gemischt-geschlechtlichen Führungsspitzen erfolgreicher seien. „Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Krise ist das für uns ein weiteres Argument dafür, warum Frauen gleichberechtigt über wirtschaftliche Entwicklungen mitentscheiden müssen. Letztlich begleichen meist wir SteuerzahlerInnen die Rechnung für deren Fehlentscheidungen“, so die Vorsitzende der Frauenlobby.

Die hiesige Forderung nach quotierten Aufsichtsratsgremien orientiert sich am Vorbild Norwegen. Dort müssen seit dem Jahr 2006 mindestens 40 Prozent der Sitze in den Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen mit Frauen besetzt sein. Betriebe, die sich nicht daran halten, müssen seit Anfang 2008 mit Sanktionen bis hin zum Entzug der Börsennotierung rechnen.

Gesetzliche Vorgaben für Aufsichtsräte nach dem norwegischen Modell fordert auch die Initiative „Nürnberger Resolution“, die im Raum Nürnberg von Frauen gestartet und von prominenten Unterstützerinnen wie Rita Süssmuth unterzeichnet wurde. Diese Initiative fand inzwischen auch in anderen Regionen und Städten des Landes NachahmerInnen. Der Deutsche Frauenrat begrüßt und unterstützt die Nürnberger Resolution. 

Pressemitteilung formatiert zum Ausdrucken (pdf)

Antrag der BT-Fraktion Bündnis 90/Die Grünen "Quote für Aufsichtsratsgremien börsennotierter Unternehmen einführen“

Weitere Informationen zur Nürnberger Resolution

Berlin

AutorIn: Ulrike Helwerth

Erstellt am: Donnerstag 05. März 2009

 

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Deutscher Frauenrat
Lobby der Frauen - Bundesvereinigung von Frauenverbänden und gemischter Verbände in Deutschland e.V.

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