Pressemeldungen
Berlin, Mittwoch 14. Dezember 2011
Die Quote ist mehrheitsfähig – wo bleiben die GesetzgeberInnen?
18/2011
Deutscher Frauenrat zur Berliner Erklärung
Der Deutsche Frauenrat gehört zu den ErstunterzeichnerInnen der heute veröffentlichten „Berliner Erklärung“. Darin fordert ein überparteiliches und breites gesellschaftliches Bündnis eine gesetzliche Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent für die Aufsichtsräte börsennotierter, mitbestimmungspflichtiger und öffentlicher Unternehmen. Dies sei das erste Ziel, um die verfassungsmäßig gebotene gesellschaftliche Gleichstellung von Frauen und Männer endlich umzusetzen, heißt es in der Erklärung.
Dazu sagte Marlies Brouwers, Vorsitzende des Deutschen Frauenrates: „Als frühe Verfechterinnen der Quote fühlen wir uns bestätigt, dass wir nur mit gesetzlichen Regelungen weiterkommen und uns nicht länger mit freiwilligen Selbstverpflichtungen aufhalten können. Diese Erkenntnis hat inzwischen Partei- und Fraktionsgrenzen überwunden. Die Quote war noch nie so mehrheitsfähig wie heute. Wo bleiben also die GesetzgeberInnen? Wann trauen sie sich endlich, diesem Willen auch rechtlichen Ausdruck zu verleihen?“
Erstellt am: Mittwoch 14. Dezember 2011


