Pressemeldungen
Berlin, Freitag 14. Oktober 2011
Wir wollen endlich landen!
14/2011
Deutscher Frauenrat zum zweiten Gespräch zwischen Bundesregierung und den 30 Dax-Konzernen zur Frauenquote
Am 17. Oktober findet das zweite Gespräch zwischen Bundesregierung und Vorständen der 30 Dax-Konzerne zum Thema Frauenquote statt. Aus diesem Anlass wiederholt die Lobby der Frauen ihre Forderung nach verbindlichen Regelungen und Mechanismen.
„Die aktuellen Verhandlungen um unternehmensspezifische Zielvereinbarungen und ‚Flexiquoten‘ bringen uns nicht weiter. Seit über zehn Jahren, seit der freiwilligen ‚Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft‘, dreht die Gleichstellungspolitik hier eine Warteschleife nach der anderen. Wir wollen aber endlich landen“, so Dr. Heidi Becherer, Vorstandsmitglied des Deutschen Frauenrates.
„Das geht aber nur mit klaren und verbindlichen Regelungen für eine Geschlechterquotierung der Führungsebenen in Unternehmen und mit Sanktionsmechanismen bei Nichteinhaltung. Genau solche Instrumentarien, nämlich verbindliche Vereinbarungen, Quoten und Konsequenzen bei Zielverfehlung, sind selbstverständlich und unumstritten, wenn Unternehmen strategisch relevante Ziele umsetzen wollen.“
„Doch bei der Geschlechterquote, eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Wirtschaften, sehen die Herren in den Führungsetagen die unternehmerische Freiheit in Gefahr. Diese Logik müssen wir nicht verstehen. Wir bleiben deshalb bei unserer Forderung, dass in den kommenden fünf Jahren eine 40-Prozent- Geschlechterquote in Aufsichtsräten und Vorständen erreicht werden muss. Diese kann sowohl im Corporate Governance Kodex ihren Ort haben wie auch in einem Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft. Wir erwarten von der Bundesregierung hier mehr Gestaltungswillen und Durchsetzungskraft“, so DF-Vorstandsmitglied Becherer.
Erstellt am: Freitag 14. Oktober 2011


